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Titelthema

WDR FERNSEHEN

17., 24., 31. März und 7. April / 20:15

»Doku am Freitag«

Wir sind 18 Millionen –

Und so wohnen wir

Wir sind 18 Millionen –

Und so ernähren wir uns

Wir sind 18 Millionen –

Und so machen wir frei

Wir sind 18 Millionen –

Wie leben wir in Zukunft?

Weitere Informationen unter:

www.18millionen.wdr.de

„Die »Doku amFreitag« imWDRFern-

sehen hat NRW schon von oben und von

unten betrachtet und diverse Geheimnisse

gelüftet“, sagt Redakteurin Monika Pohl,

„wir wollten jetzt mal von einer anderen

Seite auf unser Land schauen und uns fra-

gen: Wer sind wir eigentlich, wie ticken

wir, undwie sindwir so geworden?“. In vier

45-minütigen Folgenwidmet sich „Wir sind

18 Millionen“ den Themenschwerpunkten

Wohnen, Freizeit und Ernährung undwirft

einen Blick in die Zukunft: Wie lebt es sich

inNRW im Jahr 2030? Diesen Zeitraumhat

dieRedaktion gewählt, weil es bis 2030 gute

und zuverlässige Prognosen gibt, erklärt

Pohl. Sie ist sich sicher, dass die Fragen,

denen sichdieDoku-Reihewidmet, für viele

Menschen im Westen relevant und inter-

essant sind. „Bei einer Folge mit dem Titel

‚Wir sind 18Millionen–Und so arbeitenwir‘

wäre der Einschaltimpuls amFreitagabend

nach einer hartenArbeitswochewohl nicht

so groß“, meint sie lachend. „Aber natürlich

wird es beim Thema Freizeit auch darum

gehen, wie viel wir eigentlich arbeiten“,

ergänzt ihreKolleginChristianeMausbach.

Über die Vermessung des Landes hinaus

Ein Team von fünf Datenjournalis-

ten rund um den Medienwissenschaftler

Michael Schönherr hat bereits vorhan-

dene Statistiken und Studien ausgewertet,

außerdem in akribischer Fleißarbeit Immo-

bilienportale durchforstet und Preise ver-

glichen, Wirtschaftsberichte gelesen und

Branchenbücher gewälzt. Jeden Kreis und

jede Stadt inNRW, von denMetropolen bis

in die kleinsten ländlichen Winkel, hat es

so erfasst und Zusammenhänge hergestellt.

IhreErgebnissewerfennicht nur einSchlag-

licht auf die gegenwärtigen Verhältnisse

und regionalenUnterschiede imLand, son-

dern zeigen auch die Entwicklungen in den

vergangenen Jahrzehnten auf. Wie lebten

unsere Großeltern und Eltern imVergleich

zuuns?Undwie hat der Strukturwandel das

Land verändert?

Blick in die Zukunft

Lutz Hofmann, Jasmin Lakatos,

Michael Erler, Marcus Fitsch und Ben

Arnold setzen die Zahlen in Bilder um

und erzählen dabei spannende Geschich-

ten von Menschen aus NRW. Am Beispiel

einer Familie, die aus der Stadt aufs Land

gezogen ist, zeigen sie beispielsweise die

Entwicklung der Immobilienpreise und

der Pendlerströme auf. Die Zukunfts-Folge

stellt unter anderem eine mit öffentlichen

Mitteln umgestaltete und wiederbelebte

Hochhaussiedlung sowie private Wohn-

projekte in einem alten Vierkanthof und

einer ehemaligen Marmeladenfabrik vor.

Sie stehenexemplarisch für den immer drin-

gender benötigtenbezahlbarenWohnraum.

Eine Foodbloggerin und ein Selbstversor-

gerbiohof zeugen vom veränderten Ernäh-

rungsverhalten imLand. Von ihrenaußerge-

wöhnlichenFreizeitvergnügungenerzählen

ein Quidditch-Spieler aus Bonn und ein

88-jähriger ehemaliger Zechenarbeiter, der

Stammgast im Kletterpark auf einem ehe-

maligen Industriegelände in Duisburg ist.

Nicht nur aufgrund dieser Protagonis-

ten geht „Wir sind 18 Millionen“ über eine

reine Vermessung des Landes hinaus. „Wir

haben vor allem bei unseren eigenen Stu-

dien versucht, hinter die Zahlen zu schauen

und die Ursachen bestimmter Entwicklun-

gen zu ergründen“, so Mausbach. Redak-

teurin Katrin Niemann blättert während

des Gesprächs immer wieder in einemetwa

70-seitigenDossiermit den für „Wir sind 18

Millionen“ zusammengetragenenErgebnis-

sen und zitiert daraus. Von ihren Kollegin-

nen wird sie deshalb „Graf Zahl“ genannt.

Sie kümmert sich um die Vernetzung des

Projekts und die Kooperation mit anderen

WDR-Redaktionen. Denn längst nicht alle

vorliegenden Daten konnten in dem Fern-

sehvierteiler verwertet werden. Doch das

Interesse an demMaterial ist groß: 1LIVE,

WDR2 sowie »Lokalzeit« und »Servicezeit«

im WDR Fernsehen planen bereits, eigene

Geschichten daraus zu entwickeln. Mit

WDR.de

sollen Datentools für das Inter-

net aufbereitet werden. Die Redaktion geht

zudem davon aus, dass siemit einigen ihrer

Ergebnisse bei überregionalen Medien für

Nachrichten sorgen könne. Christiane

Hinz, Leiterin der Programmgruppe Doku-

mentation/Kultur und Geschichte: „Es

war von Anfang an unser Ziel, die aus den

Filmen und auch der Studie gewonnenen

Erkenntnisse über unser Land möglichst

vielen Redaktionen attraktiv aufzuberei-

ten und zur Verfügung zu stellen. Um so

mehr freuen wir uns, dass all die spannen-

den Fakten nun so unterschiedlich aufge-

nommen und weiterverarbeitet werden.“

Christine Schilha

Arbeiten an

der Vermessung

des Landes

(v. l.):

Christiane Hinz,

Katrin Niemann,

Monika Pohl

und Christiane

Mausbach

Foto: WDR/Knabe