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Eigenheimschnäppchen in Höxter

Die Nachfrage nach Wohnraum steigt, aber der Neubau

kommt nicht hinterher. Auch aus diesem Grund steigen vieler-

orts die Preise für Eigentumswohnungen und Eigenheime. Ein

Einfamilienhaus von 120 Quadratmetern kostet in Nordrhein-

Westfalen im Schnitt 247.000 Euro. Ein echtes Einfamilienhaus-

Schnäppchen ist im Kreis Höxter möglich, im Schnitt für gerade

einmal 119.000 Euro. Das Drei- bis Fünffachemuss man amRhein

bezahlen – in Düsseldorf 550.000 Euro, in Köln und Bonn etwa

400.000 Euro.

Viermal so viel Platz wie unsere Großeltern

Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg lebte eine vierköpfige

Familie noch auf knapp 40 Quadratmetern. In den 60er Jahren

ändert sich das: Die Küche wird abgeteilt und größer, ein Bad und

Schlafzimmer kommen dazu. Im Schnitt stehen damals jeder

Person 19 Quadratmeter zur Verfügung. Seitdem sind die Woh-

nungen immer weiter gewachsen, und die Zahl ihrer Bewohner

hat abgenommen. Heute sieht die durchschnittlicheWohnung in

NRW so aus: 90 Quadratmeter für zwei Personen.

Das Land der Pendler

Die Hälfte der insgesamt 8,95 Millionen Erwerbstätigen in

NRW pendelt täglich von ihrem Wohnort über die Gemeinde-

grenze zur Arbeit. Der Pendlerstrom lässt die meisten Großstädte

für wenige Stunden amTag um tausendeMenschenwachsen und

abends wieder schrumpfen. Düsseldorf ist am stärksten von dem

Phänomen betroffen: Jeden Werktag wächst die Stadt am Rhein

um fast ein Drittel ihrer Einwohner auf 800.000 und wird damit

zur fünftgrößten Stadt Deutschlands. Bonn und Aachenwachsen

jedenMorgen um immerhin gut ein Fünftel ihrer Einwohnerzahl

an. In Wuppertal bleibt die Einwohnerzahl über den Tag stabil,

denn es strömen so viele Menschen zum Arbeiten hinein wie

hinaus. Bottrop und Solingen hingegen „verlieren“ während der

Hauptarbeitszeit jeweils fast 10.000 Einwohner.

So wohnen wir

NRW in Zah-

len: Was die

Datenjournalis-

ten von „Wir

sind 18 Milli-

onen“ unter

anderem über

uns und unser

Land herausge-

funden haben.