WDRprint Oktober/2017

TV kompakt 17 Alkoholsucht – fast jeder hat jemanden in seinem Bekanntenkreis, der davon betroffen ist. Mindestens acht Millionen Angehörige von suchtkranken Alkoholi- kern gibt es in Deutschland, schätzen Ex- perten, und es ist immer noch ein Tabu, darüber zu sprechen. Doch was tun, wenn der liebste Mensch Alkoholiker ist? Redakteurin BrittaWindhoff: „»Men- schen hautnah« zeigt die Porträts dreier Frauen, diemit schonungsloser Offenheit über ein Thema reden, das bis heute stark tabuisiert ist: Alkoholsucht und die Fol- gen für die Angehörigen.“ Jeden zweitenDonnerstag treffen sich in Dorsten die Frauen von Alkoholikern in der Selbsthilfegruppe vom Blauen Kreuz. Drei von ihnen lernt Autorin Kirsten Esch näher kennen: Luise, Sigrid und Agnes. „Mein Mann ist Alkoholiker“ Alle drei gehen ganz verschieden mit der Alkoholsucht ihrer Männer um. Luise ist 65 Jahre alt. Erst vor Kurzem hat sie sich von ihrem geliebtenMann Peter getrennt – nach 39 Jahren Ehe. Sigrid hat bis zum Ende gekämpft und doch verloren. Noch schwer krank geht Frank mit dem Rollator zur Tankstelle, um sich „Stoff“ zu besorgen. An Sigrid nagt ein Zweifel: Hätte sie ihmhelfen können, wenn sie mehr Grenzen gesetzt hätte? Nachdem Agnes – zum zweiten Mal – klar wird, dass Heinrich alkoholsüchtig ist, zeigt sie sofort Flagge: Siewird ihnverlassen, wennernicht inTherapiegeht.Heinrichholt sich Hilfe und ist seit vier Jahren trocken. Unddochhat derAlkohol vielVertrauenzwi- schen ihnen zerstört. Bis heute kämpfen sie um ihre Beziehung. EB Agnes hätte ihrenMann verlassen, wenn er nichts gegen seine Alkoholsucht unternommen hätte. Foto:WDR WDR FERNSEHEN DO / 12. Oktober / 22:40 »Menschen hautnah« Mein Mann und der Alkohol – wenn Liebe nicht reicht Der Handballsport feiert Geburtstag, und die ARD feiert mit. Am 29. Oktober zeigt Das Erste die Neu- auflage des EM-Finales von 2016: Deutschland gegen Spanien – und an- schließend die WDR-Do- kumentation „Handball – Ein Jahr100sport“. Am 29. Oktober 2017 ist es genau 100 Jahre her, dass Handball in Deutschland erfunden wurde: zunächst als Frauensportart und spä- ter dann als das bekannte, schnelle und kampfbetonte Spiel, das inDeutschland klar dieBallsportartNummer zwei hinter dem Fußball gewor- den ist. Die Dokumentation „Handball – ein Jahr100Sport“ steigt tief ins Archiv und zeichnet die bewegte Vergangenheit des Handballs nach. Dabei wird der Bogen vomOlympiasieg 1936 über dieWeltmeisterschaften 1978 und 2007 bis in dieGegenwart gespann, vom Feldhandball hin zum heutigen Hallensport. Es geht umTriumph undTragik und umTypenundTypisches dieser faszinierendenSportart. Umden legendärenBernhardKempa, den einmaligen Hansi Schmidt, den so tragisch verunglückten Joa- chim Deckarm, den Jahrhun- dert-handballer Erhard Wun- derlich. Und um die großen Handball-FamilienBrandund Kretzschmar, die dramati- schen Ost-West-Duelle in der Zeit des Kalten Krieges und der Weg der Bundesliga zur stärksten Handball-Liga der Welt. „Selbstverständlich tau- chen traditionsreicheVereine wie der VfL Gummersbach oder der THWKiel mit ihren größten Erfolgen auf – aber es bleibt auch Platz für kleine Geschichten am Rande“, stellt Autor Johannes Krause in Aussicht. Zuvor überträgt die ARD ein Länderspiel zwischen Deutschland und Spanien aus Berlin – eine Neuauflage des EM-Finales von 2016 in Polen. EB Das Erste SO / 29. Oktober / 16:15 Dokumentation Handball ein Jahr100Sport Das Erste SO / 29. Oktober / 14:30 Länderspiel Deutschland – Spanien Handball: Eine deutsche Erfindung wird 100 Unbändige Freude 2007 nach dem Sieg des WM-Titels. Für Trainer Heiner Brand (l.) ist es der zweite WM-Triumph. Er gewann schon 1978 als Spieler das Welt-Turnier. Foto: dpa

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