WDRprint Februar 2018

WDR FERNSEHEN DI / 13. Februar / 20:15 »Alles unter einer Kappe« 31 Koch präsentiert den explodierenden Westfalen nach den Roten Husaren die erste Rednerin: Hertha, „die Trümmerfrau des Frohsinns“ (O-TonKoch). Es folgenKin- der als niedliche tanzende Trolle, der zotige „Hausmeister“ Wolfgang Hesse und die RotenFunkenHarsewinkel. Dannhat Prinz Christian, der mit seiner Garde die ganze Zeit im Hintergrund auf der Bühne sitzt, seinen großenAuftritt. Der 37-Jährige singt: „Münstermeine Stadt“. DieMusikhabendie Kölschrocker von Kasalla geschrieben. Ein typisches Karnevals-Heimatliebe-Lied, wie man sie auch inKöln undDüsseldorf kennt. Mit dem leicht verstörenden Unterschied, dassderMünsteraner aufHochdeutschsingt. Harry Krüger versucht währenddes- sen, dieHandynummer vonMonika Badtke alias Änne aus Dröpplingsen herauszube- kommen. 20Minuten vor ihremAuftritt ist sie noch nicht erschienen. Er weiß, sie hatte gerade noch einen Job inDüsseldorf, es war klar, dass das engwerden könnte. Aber jetzt wird es langsam sehr knapp. Jetzt wird sogar der alte Hase Krüger ein bisschen nervös. Als er den Kollegen im Ü-Wagen gerade mitteilen will, dass das Programm umgestellt werden muss, taucht sie auf. Krüger freut sich undmeint schmunzelnd: „Das Glück ist mit den Tüchtigen.“ Der Mann gibt wirklich alles Der Zeitplan verschiebt sich ohnehin um einige Minuten, Lisa Feller wird nicht ohne Zugabe von der Bühne gelassen. Nicht ganz so zarte Witze, wie der über den vega- nen Kannibalen, der die Eier nicht mites- sen kann, dieNüsse aber schon, sorgten vor allem beim weiblichen Publikum für Lach- anfälle. Uwe Koch findet, ein Tusch oder eine „Rakete“ reicht jetzt nicht und singt mit dem Publikum: „Du bist so wunder-, wunderschön.“DerManngibtwirklichalles. Später zum großen Finale kommen dann alle (erwachsenen) Künstler noch mal auf die Bühne, Uwe Koch singt das Abschlusslied. Auch Harry Krüger steht jetzt im Saal und klatscht gut gelaunt mit. Irgendjemand hat ihm zwischendurch die Wangen rot geschminkt. Als das Lied zu Ende ist, ertönt plötzlich die Stimme des Regisseurs Klaus Keller im Saal. Die Bal- lons, die für das Schlussbild von der Saal- decke segeln sollten, hängen immer noch da. Das Publikumkapiert schnell und fängt schon mal an, „Zugabe“ zu rufen. Koch ist kurz irritiert. „Wir fangen einfachmit dem Lied nochmal an?“, fragt er. „Ja, das ist eine super Idee“, sagt der Regisseur. Im zweiten Anlauf klappt’s. Schlussbild gerettet. Koch verlässt erschöpft, aber glück- lich die Bühne: „Ich denke, wir hatten alle Spaß, auch hinter der Bühne. Also Ziel erreicht. 23.30 Uhr, ich freue mich, dass ich jetzt an die Bar kann.“ Ähnlich fällt auch Harry Krügers Fazit aus: „Schön wie immer. Wir freuen uns aufs nächste Jahr.“ Münsterlandhalle Hochkarätiges, lokal verwurzeltes Programm: Moderator Uwe Koch (r.) mit Rolf Schröder, Präsi- dent des „Westfalen haut auf die Pauke e.V.“ „Punk in Tüten!“ Monika Badtke als Änne aus Dröpplingsen

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