WDRprint März 2018

Titelthema 11 10 Titelthema Es soll Patienten geben, die ihn wegen seiner Tattoos für den Zivi halten, auch wenn der Zivildienst schon seit eini- gen Jahren abgeschafft ist. Doch die meisten kennen Doc Esser aus dem Fernsehen und lieben ihn. Christine Schilha sprach mit Oberarzt Heinz-Wilhelm Esser über sein Leben zwischen Fernsehstudio und Krankenhaus. Sie sind imWDR jetzt noch präsenter, leiten die Pneumologie am Klinikum Remscheid, sind dreifacher Vater und Musiker – wie schaffen Sie das alles? Ichwerde glücklicherweise vomKrankenhaus freigestellt, wenn ich drehe. Und ich habe ein ganz gutes Zeitmanagement. Solange es Spaß macht, ist das kein Problem. Wie reagieren Ihre Patienten auf das Fernsehgesicht? Ich habe da ganz klar einen Bonus: Die Leute vertrauen mir, weil sie mich im Fernsehen gesehen haben. Teilweise nimmt das aber skurrile Formen an, wenn sich etwa Patienten extra zu „Doc Esser“ überweisen lassen. Werden Sie auf der Straße nach medizinischem Rat gefragt? Ja,dasistaucho.k.Problematischwirdes,wenndieLeutemich überFacebookkonsultieren.Dagibt esganzeindeutigeRichtlinien: Ichdarf überFacebookkeineDiagnosenstellen. Ichdarf höchstens sagen: Das klingt für mich nach …Gehen Sie zumHausarzt! Wie unterscheidet sich Ihr neues Magazin von Ihren anderen Sendungen? Das ganze Konzept ist für mich wahnsinnig aufregend! Bei den Drehs für den Gesundheitscheck konnte ich ja so oft wiederholen, wie ich wollte. Das Magazin ist zwar nicht live, aber es ist so konzipiert: Wir besprechen die Show vorher und drehen dann in der Regel „Live on Tape“ an einem Stück. Als ich das erste Mal im Studio stand und alle Lichter auf mich gerichtet waren, dachte ich: Der ganze Aufwand wegen mir? Ichmusstemit der Rolle desModerators erst mal warmwerden. Vier Fragen an Doc Esser ImMärz sendet dasWDR Fernsehen vier Pilotfolgen des neuen Formats »Doc Esser – Das Gesundheitsmagazin«. Außerdem gibt es neue Folgen von »Doc Esser – Der Gesundheits-Check« sowie »Doc Esser & Co.«. „Gesundheit liegt imTrend, dasmerkenwir an den Rückmel- dungen der Zuschauer. Gesunder Lebensstil gehört zum neuen Selbstverständnis. Viele haben das Bewusstsein entwickelt: Man kann seine Gesundheit in die eigene Hand nehmen“, erklärt Mar- git Höh vom Campus Wirtschaft und Verbraucher das umfangreiche Angebot anmedizinischenRatgeber-Sendungen. Die Redakteurin betreut die Rubrik „fit & gesund“ in der »Servicezeit« mit Dr. Heinz-WilhelmEsser undAylinUrmers- bach. Die Hausärztin aus Wesseling ist außerdem regelmäßig mit ihrer Rubrik „Doc News“ in der »Servicezeit« zu sehen. Darüber hinaus ist Höh verantwortlich für das erfolgreiche Langformat »Doc Esser – Der Gesundheitscheck« und das neue »Servicezeit«-Special »Doc Esser & Co.«. Nun hat die Redakteurin ein Gesundheitsmagazin mit dem sympathischen Doc als Moderator entwickelt. Mehrere kürzere Beiträge decken eine größere Bandbreite ab, etwa neue Forschungs- erfolge oder auch sogenannte „Challenges“. Die zeigen zum Bei- spiel, wie man seine Gesundheit tatsächlich selbst beeinflussen kann. Höh: „Fernsehen zumMiterleben.“ KannBauch- undRückentraining Schmerzenvertreiben?Drei Kandidaten testen das. Das Ergebnis ist zum Start des Gesund- heitsmagazins am 5. März zu sehen. Ist es möglich, durch Ernährung und Bewegung den Blut- druck so weit zu senken, dass Medikamente überflüssig werden? Die Antwort gibt es am12. März in der Sendungmit demTopthema „Gesundes Herz“. Weitere Schwerpunkte der Pilotfolgen sind „Gesundes Gewicht“ und „Fitter Darm“. Doc Esser erinnert sich lebhaft an den Dreh zum Thema Flatulenz auf der belebten Kölner Schildergasse: „Ich habewildfremdeMenschennach ihrem Pupsverhalten befragt. Das hat erstaun- lich gut geklappt. Die Frauenwaren aber etwas zurückhaltender.“ Sein spontaner, mitfühlender Zugang kommt an, auch in der jungen Zielgruppe. Beim „Gesundheitscheck Grippe und Erkältung“ am 5. Februar hatte sich Esser ein Funkenmariechen zum Niestest eingeladen: Mit Lebensmittelfarbe, Pfeffer und einer auf demBoden angebrach- ten Maßskala wiesen die beiden nach, dass Tröpfchen mit Viren bei einem kräftigen Hatschi fast vier Meter weit fliegen können. Ob Rückentraining oder Fastenkur – Esser setzt auf Selbst- versuche statt erhobenen Zeigefinger. Und er gibt zu: „Ich bin auch kein Heiliger.“ Von so jemandem lässt man sich gerne etwas sagen. Wegen seiner großen Offenheit und Zugewandtheit sei die Wahl auf Esser gefallen: „Wir merkten sofort: Er ist ein Türöffner – jemand, der die Distanz über die Kamera überwinden kann, weil er authentisch ist“, erklärt Höh. Gast in der ersten Ausgabe des Gesundheitsmagazins ist ein anderer berühmter Fernseh-Arzt: Eckart von Hirschhausen wird erklären, wie er seinenRückenfit hält. In jeder Sendung spricht Doc Essermit betroffenen Patienten oder Experten. ZumSchwerpunkt- thema „Gesunder Darm“ ist Prof. Dr. AndreasMichalsen imStudio. Der Schulmediziner hat sich derNaturheilkunde verschrieben und überraschend sanfte Methoden für die Zuschauer parat. Komplementärmedizin, also die im Volksmund „alternativ“ genanntenHeilmethoden, vomguten altenHausmittel über Aku- punktur bis zu Meditation oder Hypnose, spielen bei Doc Esser auch eine Rolle – sofern ihr Nutzen wissenschaftlich belegt ist, da sind sich Arzt und Redakteurin einig. Auf demselben Sendeplatz laufen im April drei neue Folgen »Doc Esser – Der Gesundheits-Check« zu den Themen Allergie, Kopfschmerz und Schlafen. Drei Folgen »Hirschhausens Check- up«, die bereits in der ARD liefen, und sechs Folgen der NDR- Reihe »Abenteuer Diagnose« gibt es ebenfalls montags jeweils im Anschluss. Heinz-Wilhelm Esser, Aylin Urmersbach, Yvonne Willicks und Michael Dietz kommentieren in »Doc Esser & Co.« Gesundheitsthemen. Das halbstündige Format im Vorabendpro- gramm startete bereits im Januar und wird fortgesetzt. Ab 7. März zeigt der WDR mittwochsabends acht Folgen der NDR-Produk- tion »Die Ernährungs-Docs«. Weiterer ARD-Content im Bereich Gesundheit, so Höh, soll zukünftig gemeinsam genutzt werden Christine Schilha »Doc Esser – Das Gesundheitsmagazin« vier Folgen ab 5. März / MO / 20:15 – 21:00 »Doc Esser – Der Gesundheitscheck« drei Folgen ab 9. April / MO / 20:15 – 21:00 sieben Folgen ab 18. Juli / MI / 21:00 - 21:45 »Doc Esser & Co.« vier Folgen ab 11. Juli / MI / 18:15 – 18:45 »Servicezeit« darin „fit & gesund“ und „Doc News“ MO – FR / 18:15 – 18:45 »Hirschhausens Check-up« MO / 5. März / 21:00 – 21:45 »Abenteuer Diagnose« sechs Folgen ab 12. März / MO / 21:00 – 21:45 »Die Ernährungs-Docs« acht Folgen ab 7. März / MI / 21:00 – 21:45 vier Folgen ab 20. Juni / MI / 21:00 – 21:45 Das neue Doc-Esser- Magazin ist „Fernsehen zum Miterleben“. „Die Leute vertrauen mir, weil sie mich im Fernsehen gesehen haben.“ Doc Heinz- Wilhelm Esser Zur ersten Folge seines neuen Gesundheitsmagazins hat Doc Esser Kollege Eckart von Hirschhausen zu Gast, der erklärt, wie er seinen Rücken fit hält. WDR FERNSEHEN

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