WDRprint März 2018

Titelthema 13 12 Titelthema „Das Interesse am Thema Gesundheit ist immer sehr hoch“, sagt Hörfunk-GesundheitsexpertinMonika Kunze, „darüber hin- aus gibt es Peaks – jahreszeitlich bedingt oder zu aktuellen Anläs- sen.“ Wenn es imWDR umGesundheit geht, dann stecken in der Regel der Campus Wissen oder der Campus Wirtschaft und Ver- braucher dahinter. Beide sind crossmedial aufgestellt, das heißt: die BereicheHörfunk, Fernsehen undOnline arbeitenHand inHand. Neben festen Sendeplätzen beliefern sie die aktuellen Programme anlassbezogen, wie jüngst zur Grippewelle. Gesundheitspolitische Beiträge produzieren außerdemdie Studios inDüsseldorf und Ber- lin. Bei regionalem Bezug berichten die elf Landesstudios. „Das Thema Gesundheit ist für die Lebenswelt unserer Höre- rinnen undHörer sehr wichtig“, sagt GabrieleMüller, Chefin vom Dienst beiWDR2, „wir befassen uns daher imgesamtenTagespro- gramm auf vielen verschiedenen Ebenen damit. Politisch – etwa wenn es umdieUngleichbehandlung vonKassenpatientenundPri- vatpatienten geht –, wissenschaftlich oder ganz praktisch.“ Dabei wird WDR 2 unter anderem von der »Servicezeit« unterstützt. Das große Thema in denWDR-Programmen GESUNDHEIT „Vorsicht bei rezeptfreien Medikamenten“ oder „Wie wich- tig ist Licht für Gesundheit und Wohlbefinden?“ – »WDR 4 Mittendrin«, das Magazin für Hörer über 50, greift regel- und schwerpunktmäßigGesundheitsthemen auf. „ImsonstigenTages- programm nehmen wir meistens aktuelle Entwicklungen oder Ereignisse zum Anlass und greifen auf Autorinnen und Autoren aus den Fachredaktionen zurück“, sagt WDR 4-Wortchef Ralf Andreas Bürk. BeiWDR5kommt Gesundheit vor allemin »Profit« und »Leo- nardo« vor, aber auch in langen Features. DasWirtschaftsmagazin berichtete zuletzt etwa über die Groko-Pläne zur Gesundheit oder die Krankenversicherung der Zukunft. DasWissenschaftsmaga- zin informiert eher über neueste Entwicklungen und Forschun- gen in der Medizin, gibt aber auch in der wöchentlichen Rubrik „Service Gesundheit“ praktische Tipps, wieman sich gesund hält. Am2. März erinnert »Leonardo« an denAusbruch der Spanischen Grippe vor hundert Jahren – von 1918 bis 1920 soll die Pandemie bis zu 50 Millionen Todesopfer gefordert haben. Rund 40 Prozent aller Folgen des Wissenschaftsmagazins »Quarks« im WDR Fernsehen beschäftigt sich mit den Themen Gesundheit und Ernährung. „Am Ende ist das immer auch ein wichtiger Grund, warum sich Zuschauer für ein Thema interes- sieren: Weil es Auswirkungen auf sie und ihre Gesundheit hat“, erklärt Redakteur Wolfgang Lemme. So sei der Dieselskandal letztlich auch einGesundheitsthema. Am20. März geht es anläss- lich der Zeitumstellung umdie „Verflixte innere Uhr“ und die teils schwerwiegenden Folgen für den Körper, wennman daran dreht. „Gesundheitsthemen stoßen zumeist auf hohes Interesse – sie betreffen ja auch irgendwie jedenMenschen“, meint »Markt«- Redakteurin Antje de Levie, „bei uns geht es allerdings weniger um den neuesten Stand der Medizin als vielmehr um Fragen wie: Was mache ich, wenn die Krankenkasse nicht zahlt oder, wo liegt es im Gesundheitssystem im Argen? Wir haben so zum Beispiel mehrmals über Personalmangel in Krankenhäusern und die fatalen Folgen berichtet.“ Zurzeit recherchiere »Markt« zum Thema Krankenhauskeime. Das vom WDR und vom SWR in Zusammenarbeit mit ARD-alpha in wöchentlichem Wechsel produzierte Fernseh- magazin »PlanetWissen« behandelt ebenfalls Gesundheits- und Ernährungsthemen. Wie bei »Quarks« gehört zur Sendung eine außergewöhnlich umfangreiche Website mit multimedialen Angeboten und weiterführenden Informationen. Alle genannten Sendungen sind auch im Netz und den sozialenMedien vertreten. Die »Servicezeit« hat außerdem eine Sammlung mit Multimediareportagen zusammengestellt, viele davon zum Thema gesunde Ernährung. Und imWDR-Verbrau- cherportal finden sich Links zu allen Gesundheitsbeiträgen im gesamten WDR. 1LIVE, die junge Radiowelle des WDR, widmet sich einem ernstenThema inungewohntemAusmaß: Depressionen. Eine Woche lang erzählenBetroffene, egal ob Promi oder nicht, wie sich die Krankheit anfühlt, und Experten erklären, wie man sie erkennt und ihr entkommt. „Wir sind blockiert. Wir wollen dann nichts tun, wir sitzen einfach nur rumund starren dieWand an“, erzählte Oskar Bonde vom schwedischen Indie-Duo Johnossi im Dezember 2016 im 1LIVE-Interview. Der Schlagzeuger leidet wie auch sein Band- kollege, Sänger und Gitarrist John Engelbert, immer wieder an Depressionen. Beide mussten sich zeitweise in Kliniken behan- deln lassen. ImRahmen des »1LIVE Plan B«-Themenabends „Pop und Depression“ berichteten die Musiker freimütig von ihren Problemen. Nicht selbstverständlich, lebt man doch als Rockstar von einer selbstbewussten Attitüde. Wer will sich in derWelt des Glamours schon runterziehen lassen? „Wirhabenauf denRadiobeitragunddieVideos imNetzextrem viel Feedback bekommen, obwohl die Band eine sehr kleine Num- mer ist imVergleich zu anderen Größen, die wir bei 1LIVE zu Gast haben“, erinnert sich Redakteur Jochen Schliemann. So entstand die Idee zu einer Themenwoche über Depressionen imGesamtpro- gramm. Auch hier kommen Prominente aus dem Musikbusiness, aus Film und Fernsehen oder dem Profisport zuWort. Sie erzählen von eigenen Erfahrungenmit der Krankheit oder vomUmgang mit Betroffenen imFreundes- undFamilienkreis. Statements vonLorde, Judith Holofernes, Farin Urlaub, Wolfgang Niedecken und vielen anderen sollendabei aber gleichberechtigt nebenErzählungenganz „normaler“Menschenstehen.Darüberhinauswill1LIVE„hardfacts“ über dasKrankheitsbild liefernund inGesprächenmit Expertenvon der Deutschen Depressionshilfe mit einigen Klischees aufräumen. DieZahl derDiagnosengeht inDeutschlandseit einigerZeit steil nachoben.Dasklingt alarmierend.Gleichzeitiggeht aberdieZahl der Suizidesteilnachunten,wasebendaranliege,dassDepressionenhäufi- gerdiagnostiziertwerden.„DeshalbwollenwirimRadioundimInternet einenmassivenEindruckhinterlassenundeinedringendnotwendige Öffentlichkeit für das Thema schaffen“, sagt Schliemann. Er versteht dieThemenwoche alsKontrapunkt zumsonstigeneher leichtenPro- grammbei1LIVE:„DashatnatürlichseineBerechtigung,aberwirwol- lenunsauchalsöffentlich-rechtlichesRadiovondenPrivatenabheben.“ Christine Schilha 1LIVE Themenwoche: Depressionen Darüber reden kann Leben retten »WDR 2 Servicezeit« Beiträge zum Nachhören: www.wdr.de/k/servicezeit »WDR 4 Mittendrin« Beiträge zum Nachhören: www.wdr.de/k/wdr4-mittendrin »WDR 5 Leonardo« MO – FR / 15:05 – 17:00 »Quarks« DI / 21:00 – 21:45 / WDR Fernsehen wdr.de/fernsehen/quarks/ »Markt« MI / 20:15 – 21:00 / WDR Fernsehen »Planet Wissen« MO – FR / 13:00 – 14:00 / WDR Fernsehen www.planet-wissen.de »Dok 5 – Das Feature« Krebsheiler – Das Geschäft mit der Hoffnung SO / 11. März / 11:05 – 12:00 / WDR 5 WDR-Verbraucherportal: Gesundheit www.wdr.de/k/v-gesundheit »Servicezeit« Multimediareportagen www.wdr.de/k/servicezeit-reportagen Das Themenspektrum bewegt sich zwischen Wissenschaft und Verbrauchertipps: Ob im Radio, Fernsehen oder Internet – der WDR hat das große Inter- esse seines Publikums an der Gesundheit im Blick. 1 LIVE MO – SO / 12. – 18. März Weitere Infos unter 1LIVE.de und bei Facebook Die dunkle Seite – Thema Depressionen und depressive Stimmungen „Vorsicht bei rezeptfreien Medikamen- ten“ ist nur ein Gesundheits- thema, das die Sendung »WDR 4 Mittendrin« behandelt. Foto: Mauritius Wenn Sie sich für die Kranken­ versicherung der Zukunft oder neueste Entwick- lungen und Forschungen in der Medizin interessieren, sind Sie bei WDR 5 genau richtig. Foto: dapd »Quarks« beschäftigt sich am 20. März um 21 Uhr im WDR Fernsehen mit der „verflixten inneren Uhr“ und warum uns Zeitum- stellungen so stressen. Foto: WDR/Görgen/ mauritius

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