WDRprint Mai/2018

43 42 TV kompakt Im Gespräch Am 14. Mai 2018 startet im Ersten das neue Vormittags- format »Live nach Neun«, immer montags bis freitags von 9.05 bis 9.50 Uhr. Die ARD nimmt damit Wieder- holungen aus demProgramm und sendet an dieser Stelle künftig live. „Die Sendung geht raus ins Leben, in alle Regionen Deutschlands, in denen die ARD verwurzelt ist“, berich- ten die verantwortlichen WDR-Redakteure Niki Pantelous und MartinHövel. „Mit Live-Schalten zu denMenschen auf demLand und in den Städten – immer auf der Suche nach Alltagshelden undAnpackern, Menschen, die unser Land amLaufenhalten, auf Baustellen und Bahnhöfen, in Fitness-Studios und Frisiersalons.“ Dabei will »Live nach Neun« Jung und Alt erreichen, nicht zuletzt über Moderatorenpaare aus zwei Generationen: Genera- tion Pop trifft auf Digital Natives, alte Schule auf neue Lässigkeit. Der WDR zeichnete im Rahmen des Wettbewerbs „Wir durch NRW“ kreati- ve acht- bis zwölfjährige Schülerinnen und Schüler aus. Rund 150 Mädchen und Jungen fei- erten Mitte April im Kleinen Sendesaal des WDR in Köln die Vergabe der Preise. Prämiert wurden vier besonders gelungene digitale Schnitzeljagden, die die Dritt- bis Sechstklässler für die Smartphone-App „Biparcours“ erstellten. Ziel: Medien sel- Das Erste MO – FR / ab 14. Mai / 9:05 bis 9:50 »Live nach Neun« ZumStart der Sendung führen die Schauspielerin, Sängerin undModeratorin Isabel Varell und der KiKA-Moderator Tim Schreder durch »Live nach Neun«. Zwei weitere Mode- ratorenpaare werden in den folgenden Wochen das Team verstärken: die erfahrene Fern- sehmoderatorin und Buchau- torin Birgit Lechtermann und der junge Zauber-Entertainer Marc Weide sowie die beiden Schauspieler Alina Stiegler und Heinrich Schafmeister. »Live nachNeun« nimmt auch das Wetter wichtig: ARD-Meteorologen vertiefen sachkundig die Wetterlage – von aktuellenWolken- und Wind- bewegungen bis hin zum Bio- und Pflanzwetter. »Live nach Neun« ist eine ARD-Gemeinschaftssendung, die derWDR imAuftrag der ARD-Familienkoordination erstellt. EB »Live nach Neun« Schnitzeljagd per Smartphone ber gestalten, statt sie nur zu konsumieren. Die Smartphone-Rallyes führen mit vielen Fotos, Videos und Audios zum Bei- spiel durch ein Gymnasium in Lippstadt, stellen die Moerser Stadtbibliothek vor, erklären dieMüngstener Brücke bei Solin- gen und verratenGeheimnisse des Bundes­ ligastadions von Borussia Dortmund. Zu demWettbewerb hatte die Redaktion von »Planet Schule« gemeinsammit Bildungs- partner NRW aufgerufen. Teilgenommen haben rund 250 Kinder und Jugendliche. Der Wettbewerb startete im vergangenen Sommer zeitgleich zur Ausstrahlung der »Planet Schule«-Reihe „Zwei durchNRW“. Mit ihren multimedialen Aufgaben führt die Klasse 5a des Evangelischen Gymnasiums Lippstadt über das Schul- gelände. Herausgefunden werden muss unter anderem, wie man ein Mensaessen bekommen kann, ohne vorbestellt zu haben. „Der Parcours zeigt beispielhaft, wie man mit einer digitalen Schulrallye Mitschüler, Gäste und Neuankömmlinge für ihre Schule begeistern kann. Die Rallye hat großes Potenzial für Kennenlernnach- mittage – und ist damit beispielgebend auch für andere Schulen“, lobte die Jury. Mit dem Preis verbunden sind 300 Euro für die Klassenkasse und ein Besuch der Moderatoren Esther Brandt und André Gatzke. Weitere Preise gingen an die Biblio- theks-AGder 5. Klasse derHermann-Runge- Gesamtschule in Moers und die Klasse 3a der Grundschule Bünkenberg-Widdert in Solingen. Den Sonderpreis erhielt der acht- jährige Max aus Lippetal, der ganz alleine eine Themenrallye zumStadion von Borus- sia Dortmund gestaltet hatte. EB Isabel Varell und Tim Schreder moderieren die ersten Ausgaben der neuen Live-Sendung. Foto: WDR/Meiers Die Preisträger gemeinsam mit den Moderatoren Esther Brandt und André Gatzke sowie Shaun das Schaf. Foto: WDR/Sachs »Wissen macht Ah!« hat eine neue Moderatorin: Seit Anfang des Jahres steht ClarissaCorrêa da Silva ander Seite vonRalph Caspers. Zum Auftakt der neuen Staffel im Mai treffen wir die 27-Jährige im Café im WDR-Funkhaus, gerade zu einem Kurzbesuch inKöln – Clarissa Corrêa da Silva, die auchMode- ratorin vom »KiKA-Kummerkasten« ist, lebt in Erfurt. Bei »Wissen macht Ah!« ist sie genau am richtigen Ort. Denn, so betont sie, Klugscheißen lag ihr schon immer. Hand aufs Herz: Wer ist der größere Klugscheißer, Sie oder Ralph Caspers? Das wirdwohl Ralph sein, der hat ja ein paar Jahremehr drauf als ichundkonnte sichmehrWissen aneignen. Aber ichhabe schon als Kind immer viel gequatscht und überall meinen Senf dazugege- ben. Daher passt der Beruf der Journalistin ganz gut zu mir. SiehabenKommunikationswissenschaftenundMedienmanagement studiert. Wollten Sie immer schon etwas mit Medien machen? Ich habe schon früh angefangen zu fotografieren. Mein Vater war eingroßartigerHobbyfotograf. Erhatmir eineKamerageschenkt und mir viel beigebracht. Geschrieben habe ich auch gerne, das war eine Kombination, die zu dem Beruf passt. Erst habe ich aber Radio gemacht. Wie kamen Sie zum Fernsehen? Ich war eine Zeit im ZDF-Aus- landsstudio in Rio de Janeiro. Ich spre- che portugiesisch, meine ganze Familie wohnt in Brasilien. Aber Sie sind inDeutschlandaufgewach- sen? Das ist eine langeGeschichte. DieKurzversion:Mein leiblicher Vater stammt aus Israel, lebte aber in Frankfurt. Seine Familie zog nach Brasilien. Dort lernte er meine Mutter kennen und nahm sie mit, als er nach Deutschland zurückging, nach Berlin. Als ich Teenager war, zog meine Mutter nach Brasilien. Das fand ich sehr blöd, ichmusste allemeine Freunde zurücklassen. Aber imNachhi- neinwar es das Beste fürmich. Seitdembin ich nicht nur bilingual, sondern auch bikulturell. Das prägt. Wie ist es denn um das brasilianische Kinderfernsehen bestellt? Das ist von der Qualität überhaupt nicht vergleichbar mit dem deutschen. Das duale Rundfunksystem, das wir hier haben, ist einzig- artig. In Brasilien gibt es einen einzigen öffentlich-rechtlichen Sender. DagehtesvorallemumUnterhaltung.DerWissensbereichistsehrmau. Woran haben Sie gemerkt, dass Sie moderieren können? Heute, in Zeiten von Youtube, soll ja alles, was über den Bild- schirm kommt, ganz authentisch sein. Da wusste ich: Das kann ich auch. Auf einen Ingwertee mit Clarissa Corrêa da Silva Was bedeutet Ihnen, bei »Wissen macht Ah!« dabei zu sein? DasisteinabsoluterTraum.IchhabedasjaselberalsKindgeguckt. Es ist eine ganz fantastische Sendung. Was macht Ihnen ammeisten Spaß? Die Liebe zumDetail. Es ist immer ein bisschen Performance dabei, wir halten Sachen ins Bild, müssen vorher gut überlegen, wie wir die ganzen Requisiten bereitlegen. Wie klappt es mit Ralph? Beruflichwar es Liebe auf den erstenBlick.Wir haben uns auf Anhieb total gut verstanden.Wir sindbeide einfach so, wiewir sind. Was würden Sie gerne mal erklären? Ich habe eine Liste imHandy, in der ich lauter Fragennotiere, wennmir etwas einfällt. Zum Beispiel: Woher kommt eigentlichdas Schnitzel inSchnitzeljagd? Oder:Wieso sindTomaten immer heißer als der Rest des Essens? Was ist die größte Herausforderung? Die Botschaft rüberzubringen, dass es cool ist, neugierig zu sein. Dass Lernen Spaß machen kann. Dass es aber auch okay ist, wenn einen mal etwas nicht interessiert. Was war bisher am kompliziertesten? Wir haben einen Doppelspiegel erklärt, mit dem Spiegelbild im Spiegelbild, das richtig herum und nicht gespiegelt ist. Das war schwer. Aber ich stehe total auf physikalische Phänomene. So etwas macht mir Spaß. Sind Sie im Freundeskreis nun noch besserwisserischer? Nein, das war ich ja immer schon. Als Feedback aus meiner Familie kam aber: „Jetzt wirst du fürs Klugscheißen auch noch bezahlt!“ Mit Clarissa Corrêa da Silva sprach Ina Sperl „Es ist cool, neugierig zu sein!“ Clarissa Corrêa da Silva Foto: WDR/Anneck Kommentar ihrer Familie: „Jetzt wirst du fürs Klugscheißen auch noch bezahlt!“ KiKA DO / ab 28. Mai / 19:25 »Wissen macht AH!«

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