WDRprint September 2018

38 ImovalenNATO-Saal desWDRFunk- hauses stehen sich die leeren Jurystühle gegenüber. Kinder f litzen dazwischen herum, werfen sich Papierflieger zu. Luft- ballonsmit Aufschriftenwie „Kompromiss- bereit sein“, „Kinder ernst nehmen“ oder „Spaß“ schweben in der Luft. Was auf den erstenBlick aneinenKindergeburtstag erin- nert, hat einen bedeutsamen Hintergrund. Denn hier werden heute dieGewinner des 12.WDRKinderrechtepreises ermittelt. Seit 1996 werden damit alle zwei Jahre Ein- zelpersonen, Gruppen und Institutionen aus ganz NRW ausgezeichnet, die sich für die Rechte von Kindern einsetzen. Und natürlich müssen dabei auch Kinder gleichberechtigt mitentscheiden, finden nicht nur die verantwortliche Redakteu- rin Christiane Erhard und Projektleiterin Maren Gottschalk. Vier Jungen und vier Mädchen imAlter von acht bis zehn Jahren sind für dieKinderjury ausgewählt worden. Am 23. September verleiht der WDR zum zwölften Mal den Kinderrechte- preis. Die Gewinner hat eine Jury aus Kindern und Erwachsenen gemeinsam aus­ gewählt. WDR print war dabei. Gerade gibt AndreaHerrmann ihnen letzte Instruktionen. Sie ist Ansprechpartnerin der Agentur härmanz, die die Kinder auf den wichtigen Tag vorbereitet hat. Dann kommen schon die acht Erwachsenen, an ihrer Spitze Insa Backe vom KiRaKa, die auch heute die Moderation übernehmen wird. Insa vom KiRaKa ist auch da Als erstes stellt sich die zehnjährige Ylvi vor. Sie ist Streitschlichterin an ihrer Schule. Emil, auch zehn, war schon Klas- sensprecher und ist auf dem Schulhof bekannt dafür, dass er sich für andere ein- setzt, erzählt er stolz. Bei den Erwachsenen ist Kirsten Schweder vom Netzwerk Kin- derrechte in der Jury. Sie ist extra aus Berlin angereist. Neben ihr sind weitere Vertrete- rinnen renommierter Kinderhilfsorgani- sationen dabei, darunter Kerstin Bücker KINDERJURY FÜR KINDERRECHTE Luftballons statt Laptops: Wenn Kinderjurys tagen, geht es auch bei ernsten Themen entspannt zu. Fotos: WDR/Borm

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