WDRprint Dez. 18 + Jan. 19

25 24 Unterhaltung Herr Dittrich, vergangenes Jahr noch die Weihnachts-Show, alles schien so perfekt. Zu perfekt? Eigentlich nicht, es hätte ja nicht besser laufen können für die Diva: ein neues AlbummitWeihnachtsliedern auf demMarkt, ein Auftritt in einer großen ARD-Weihnachts-Show mit Stefa- nie Hertel, eine Hochglanz-Homestory in der Bogenhausener Villa und dann auch noch die Chance, die eigene Kosmetiklinie „TriXiebzehn“ zu einem unschlagbaren Preis im Relaunch-Paket zu Weihnachten bewerben zu dürfen. Aber dann passiert, was so vielen großen Stars pas- siert: ein kleiner Ausrutscher, und diese schöne Welt bricht innerhalb weniger Tage zusam- men. Dabei sind die Boulevard- Medien natürlich auch sehr hilfreich. Nach Trixie Won- derland nun Trixie Nightmare. Welche Rolle spielt Ex-Ehemann Peter Pudl in dem Drama? Peter Pudl, Trixie Dörfels zweifacher Ex-Ehemann, ist ein honoriger und eigentlich zurückhaltender Grandseig- neur. Ein erstklassiger Regis- seur (Grimme-Preis für „Schat- ten ohne Wiederkehr“) mit einer Engelsgeduld, was Trixie betrifft. Seit Jahren lässt er sie in seiner Villa weiter wohnen, obgleich die gemeinsamen Ehe- jahre dort lange vorbei sind. Er will eigentlich kein Aufsehen, und schlechte Presse braucht er schon mal gar nicht, jetzt, kurz vor Abschluss der Trilo- gie „Babylon München“. Aber genug ist genug. Trixie hat Mietschulden in fünfstelliger Höhe bei ihm, und dass sie seine Villa für „Trixie Wonderland“ als ihren Palast ans Fernsehen verscherbelt hat, ist ihmbitter aufgestoßen. Ein paar unbedachte hochemotionale Äußerungen von Trixie via BILD über ihn haben das Fass zum Überlaufen gebracht. Das haben die Medien schnell kapiert und investigativ nachgefragt. Mit welchen bekannten TV-Formaten wäre das „Promispezial“ zu vergleichen? Es ist eine Art „Red-Explosive Brisant-Panorama-Story im Ersten“, als Nachtmagazin. Jede Folge des »TV-Zyklus« hat Sie vor spezielle Herausforderungen gestellt, sei es eine innovative Aufnahmetechnik oder das Tragen von BHund Damenschuhen. Welchen besonderen Schwierigkeiten stellen Sie sich in dieser Folge? Trotz aller Fiktion stets bei der Wahrheit zu bleiben. Trixie Dörfel und die ihr widerfahrende gnadenlose Fratze des Boule- vards haben wir natürlich frei erfunden. Könnte aber alles wahr sein, das ist derWitz. ZumLachen ist das, aber eben keine Comedy. Diese Balance zu halten, ist immer die größte Herausforderung. Es geht, wie der Titel sagt, um den tiefen Fall eines Stars: Geht der Boulevard-Journalismus unfair mit gefallenen Helden um? Fragen Sie Boris Becker. Sie sind selbst ein Prominenter. Wie sind Ihre Erfahrungenmit den Kollegen von der Presse? Eigent l ich ganz gut , Schwein gehabt. Ich bin aber auch kein Glamour-Boy, der mit seinem Privatleben offen- siv eine Steilvorlage nach der anderen liefert. Und übermeine Arbeit ist eigentlich fast immer recht fair berichtet worden, auch wenn die Kritik gelegent- lich hart war. Warumsindwir normalen Leute eigentlich so scharf auf Promi- Klatsch? Immerhin lebt ein ganzes Genre des Journalismus davon. Na ja, ich denke, der na- turgegebene Voyeurismus, der wohl in jedem von uns schlummert, wird gut gekit- zelt durch die Stories aus der Welt des Reichen, Bunten und Schönen. Oder jenen, die dazu gemacht werden, die dann eher bekannt dafür sind, bekannt zu sein. Man ist halt neugierig, wie die Prominenz so lebt und liebt, Geld ausgibt oder mit Schulden verarmt, heiratet oder sich wieder trennt, betrügt, belügt oder wieder versöhnt. Nüchtern oder besoffen. Hauptsache: irgendwie Drama. Was glauben Sie: Kommt Trixie Dörfel, die, wie ich mit allem Res- pekt behaupten würde, doch ein „altes Zirkuspferd“ ist, wieder auf die Beine? Natürlich, denn es gibt immer Zuversicht! Undwir sehen und hören auch einiges davon. Trixie Dörfel und ihr ’73er-Hit „Zwei Kugeln Eis mit Sahne“ wird endlichwieder zu hören und zu sehen sein. Ein Evergreen, ein Leckerbissen für Alt und Junggebliebene. Das Erste DO / 20. Dezember / 23:45 Der tiefe Fall der Trixie Dörfel Ein Promispezial „Es könnte alles wahr sein, das ist der Witz. Diese Balance zu halten, ist die Herausforderung.“ Olli Dittrich legt mit „Der tiefe Fall der Trixie Dörfel“ eine neue Folge seines »TV-Zyklus« vor. Foto: Beba Lindhorst »Wer hätte das gedacht?!« heißt die neue Comedy- Rateshow imWDR Fernsehen. Spielleiter: Ingolf Lück. Warum fährt die Kölner U-Bahn täglich über Dut- zende Eier? Weshalb durften auf der renovierten Müngs- tener Eisenbahnbrücke keine Passagiere mehr im Zug mitfahren? Und wieso ruinierte die Nase eines Essener Organisten eine ganze Orgel? Aufgaben wie diese stellt Moderator Ingolf Lück bei »Wer hätte das gedacht?!« seinemprominenten Rateteam. Durch Raten, freies Assoziieren, witzige Wortgefechte und kre- atives „Um-die-Ecke-Denken“ versucht das Promi-Quartett, die Rätsel zu lösen. „Fast alle Fragen haben einen Bezug zuNordrhein-Westfalen und sind wie kleine Rätsel aufgebaut“, sagt Leona Frommelt, die gemeinsam mit Julius Braun die Redaktion des 45-Minuten-For- mats hat. Und sie sollen vor allem lustig sein. „Wir haben uns durch die Zeitungsarchive Nordrhein-Westfalens gewühlt, um die kuriosesten und witzigsten Geschichten zu finden“, berichtet Ingolf Lück. Inspiriert sei dieComedy-Rateshowvonder Kartenspiel-Reihe „Black Stories“. Ziel dieser Spiele ist es, mit Hilfe kurzer Beschrei- bungen eine Geschichte und ihre Hintergründe zu erraten. Dazu dürfen die Mitspielerinnen und Mitspieler dem Spielleiter Fragen stellen. Die werden lediglich mit „Ja“ oder „Nein“ beantwortet. Neben Susanne Pätzold (»Mitternachtsspitzen«), die in allen drei zunächst geplanten Shows dabei sein wird, gehören unter anderem die Comedians Micky Beisenherz, Hennes Bender und Torsten Sträter zu den variierenden Rateteams. Ebenfalls bei einer Sendung mit an Bord: Comedienne Meltem Kaptan, die ab 2019 im Wechsel mit Daphne de Luxe und Lisa Feller die vom WDR produzierte »Ladies Night« im Ersten moderieren wird. Ingolf Lück: „Ich bin gespannt, mit welchen kuriosen Ideen und lustigen Strategien meine Gäste versuchen werden, unsere kniffligen Rätsel zu knacken.“ hei Die neue Comedy-Rateshow mit Ingolf Lück Doc Esser hat wieder Online-Sprechstunde Es darf geliked, geteilt und vor allem gefragt werden: Wenn Dr. Heinz-Wil- helm Esser, WDR-Gesundheitsexperte und Oberarzt an einem Remscheider Krankenhaus, seine Online-Sprech- stunde öffnet, dann gehen die Daumen hoch und die Herzchen fliegen. Seit Anfang des Jahres gibt es auf wdr.de über Facebook live auch online eine Sprechstunde mit Doc Esser. Er ist als Facharzt für Innere Medizin, Pneu- mologie und Kardiologie breit aufgestellt. Zusätzlich holt er sich einen weiteren Experten zu dem jeweils festgesetzten Thema, dem die User gezielt ihre Fragen stellen können. Die nächsten Themen und Termine auf facebook.com/wdr , montags, 21:00 Uhr: „Mythen der Medizin“ (10.12.), Doc Esser beantwortet im Januar Fragen zum Abnehmen. Foto: WDR/Sachs Moderator Ingolf Lück stellt prominente Teams vor knifflige Aufgaben. Foto: WDR/Knabe „Offene Sprechstunde“ (16.12.), „Fit und schlank ins Neue Jahr“ (7.1.), „Gesunde Atemwege“ (21.1.). In der offenen Sprechstundewird kein Thema vorgegeben, die User können alles fragen, was ihnen auf den Nägeln brennt. „Häufig sind Patienten unsicher, was der behandelnde Arzt genau gesagt hat und suchen Orientierung“, berichtet Redak- teurin Margit Höh, und sie betont: „ Der Doc liebt das Frage-Antwort-Spiel und gibt alles, um eine zufriedenstellende Antwort zu finden. Klar ist aber auch: Einen Arzt- besuch ersetzt die Online-Sprechstunde nicht, darauf weist der Doc immer wieder hin.“ EB WDR FERNSEHEN SO / 30. Dezember / 22:35 SO / 6. Januar / 22:35 »Wer hätte das gedacht?!«

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