WDRprint Februar 2019

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Unser erster vonmir verfassterKarnevalshit „Manchmal hab‘ ich Gewaltfantasien“ fand trotz einer schmissigenberbueresken*Melodie und des obligatenDreiviertel-Takts selbst imnäheren Bekanntenkreis keine große Zustimmung. Dennochbewarbenwir uns bei dengroßen Vorstellabenden des rheinischenKarnevals. Die gelten ja als eher kon- servativ,deshalbhattenwiralsDemo-BandprofessionelleFerrochrom- Musikkassettenverschickt. KeineAntwort. Unser nächstes Stückwar erheblich gefälliger und für die junge Zielgruppe konzipiert. „Wenn wir uns in der Tram übergeben“ klang wie ein irischer Folksong mit AnleihenbeiKraftwerk(„Wirfahrn,fahrn,fahrninderStraßenbahn“). Diesmal hatte ich das Ding sogar ganz neumodern auf CD gebrannt – wieder keine Antwort. Waren wir unserer Zeit voraus? „Ohne Social Media kann man es heute zu nichts mehr bringen, ihr braucht eine Myspace-Seite“, sagte unser Kumpel Heinzi, der immer zumBiertrin- ken indenProberaumkam, „und einMusik-Videound einneues Lied. Vielleichtmal was Lustiges.“ SowurdeHeinzi unserManager. „Die erfolgreichste Band im Karneval ist ,Brings‘, wir sollten uns vielleicht mehr an denen orientieren“, schlug Heinzi vor. Jeder weiß, dass „Superjeile Zick“ einem bekannten Song aus den 60ern Christian Gottschalk schreibt auch gerne Songs für Ihre Karnevalsband. Kontakt über die Redaktion. sehr ähnelt, diesenTrickwolltenwir auch anwenden.Wir arbeiteten unsdurchHeinzisPlattensammlung, undschließlichüberzeugteuns einTitel von denDoors. Der „Alle labern Song“mit demeingängigen Refrain „Zeischmir derWech zu der nächsten Kaschämm (frach nit warum!)“ sollte unser Durchbruch werden. Leider brachte das Lied mich in meiner Funktion als Leadsänger und Rhythmus-Gitarrist an meine musikalischen Grenzen. Deshalb überredete Heinzi die anderen dazu, mich rauszuschmeißen. Jede erfolgreiche Band, sagte Heinzi, das zeige die Geschichte der populärenMusik, habe sich am Anfang von einem unfähigen Gründungsmitglied trennen müssen. Ichwarmenschlich enttäuscht. „Wir hattenmal Visionen!“, sagte ich und ließmirmeinenAnteil derProbenraummietezurücküberweisen. Vor dem ersten großen Auftritt der „Lappenclowns“ in einem KölnerBürgerzentrumgabichden,fürihreStrengebekannten,Brecht- Erben einen kleinen Tipp: Eine einfallslose Gurkentruppe aus Köln habe sich am großartigen „Alabama-Song“ vergriffen. Der Urheber- rechtsstreit um den „Alle labern Song“ machte „De Lappenclowns“ berühmt. Dadurch wurden sie eingebildet und wollten auf einmal Kunst machen. Der Spirit der frühen Tage, als es uns wirklich nur ums Geld ging, war für immer verloren. CHRISTIAN GOTTSCHALK NÄRRISCHE VISIONEN * Karl Berbuer (1900-1977) schrieb unter anderem „Heidewitzka, Herr Kapitän“ und den „Trizonesien-Song“. Herausgegeben von der Abteilung Presse und Information des Westdeut- schen Rundfunks Köln, Leiterin Ingrid Schmitz.WDRprint erscheintmonatlich und kann kostenlos bezogen werden. Redaktion: Maja Lendzian (Leitung), Redaktionsassistenz: Marita Berens, Susanne Enders Haus Forum, Raum 102 Appellhofplatz 1 50600 Köln. Tel.: 0221-220 7144, Fax: 0221-220-7108, E-Mail: wdrprint@wdr.de Bildrecherche:Maria Lutze (Dokumenta- tion und Archive), Bild-Kommunikation Das Titelfoto zeigt von links nach rechts: Aljoscha Höhn, Janine Kemmer, Anna- bell Neuhof und Sven Lorig. Fotografin: Annika Fußwinkel Redaktionsbeirat: Anja Arp (Personalrat), Martina Ewringmann (Marketing), Markus Gerlach (Produktion&Technik), Christiane Hinz (Fernsehen), UlrichHorstmann (Hör- funk),JanHuber(Intendanz), BirgitLehmann (Studio Düsseldorf), Michael Libertus (Justi- ziariat),Uwe-JensLindner(phoenix),Andrea Schedel(HABetriebsmanagement),Christina Schnelker (Direktion, ProduktionundTech- nik), Carsten Schwecke (Verwaltungsdirek- tion), ElkeThommessen(Personalrat). Layout & Produktion: MedienDesign, Düsseldorf Druck: Kunst- und Werbedruck, Bad Oeynhausen Gedruckt auf ProfiSilk – Umweltpapier zertifiziert nach EMAS, ISO 14001, ISO 9001, OHSAS 18001, ECF, FSC®, PEFC Redaktionsschluss der März-Ausgabe ist Freitag, 8. Februar 2019. Impressum

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