WDRprint April 2019

Hörspieltipp April 32 Rubrik Hörspiel 33 Comedy Wie schafftman 35 Jahre Ehe, indenen man nicht nur das Bett, sondern auch die Bühne teilt? Noch dazu mit sechs Söhnen? Bill Mockridge und Margie Kinsky haben das Erfolgsgeheimnis gefunden – und tei- len es abMontag, 1. April, täglich zwischen sechs und zehnUhr in ihrer neuenWDR 4- Radio-Comedy »Margie und Bill« mit den Hörerinnen und Hörern. Eines sei schon verraten: Auf klare und ehrliche Kommu- nikation kommt es auf jeden Fall in ihrer Beziehung an. Bill: „Margie, kannst dumir nicht wenigstens einmal recht geben?“ Margie: „Nein Bill, wenn ich dir recht gebe, dann liegen wir beide falsch.“ Bill: „Was ist das für eine Logik?“ Margie: „Meine.“ Die beiden Schauspieler und Kabaret- tisten freuen sich, dass das Radiopublikum bei WDR 4 künftig ganz privat bei ihnen reinhören wird. „Es wird gestritten, geliebt und geschlichtet. Mit dabei sind immer eine große Portion Humor und eine kleine Prise Philosophie“, verspricht Bill Mockridge, der durchseineRollealsErichSchillerinder»Lin- denstraße« deutschlandweit bekannt wurde. Hurra, wir lieben noch! Bill Mockridge und Margie Kinsky stam- men ursprünglich aus Toronto und Rom und gründeten 1982 in Bonn das Improvi- sationstheater „Die Springmaus“. Sowohl Bills humorvoller Alltagsratgeber „Je oller, je doller“ als auchMargies „Ich bin so wild nach deinem Erdbeerpudding“ schafften es auf die Bestsellerlisten, ebenso wie ihr gemeinsames Buch „Hurra, wir lieben noch“. Gemeinsam mit ihren Kindern standen sie schon für die WDR-Serie „Die Mockridges – eine Knallerfamilie“ vor der Kamera. In »Margie und Bill« stecken natürlich ihre eigenen Geschichten, die sie zusam- men mit einem Autorenteam entwickeln. „Anhand der Skripte entsteht im Studio aber vieles nochmal spontan, immerhin sind die beiden ja Meister der Improvi- sation“, berichtet Ulf Pohlmeier, WDR 4- Redaktionsleiter. Mit von der Partie ist auch Familienhund Bertha, der ebenso regelmäßig auftaucht, wie andere Gäste. WDR 4 startet eine neue Comedy-Serie mit Margie Kinsky und Bill Mockridge. »Margie und Bill« ab April im Radio WDR 4 MO – FR / ab 1. April zwischen 6:00 und 10:00 »Margie und Bill« Die neue Serie bei WDR 4 startet am 1. April zunächst täglich, ab Mai dann mit zwei Folgen pro Woche. EB Margie Kinsky und Bill Mockridge: Bei »Margie und Bill« wird gestritten, geliebt und geschlichtet. Foto: WDR/Grande Es ist eine dieser Absurditäten des Alltags, an denen ein Alkoholiker verzwei- feln könnte: „Gestern Abend war ich im Supermarkt. Ich hatte zwei Freunde zum Essen eingeladen. Dann wollte ich noch was Süßes für danach, Kekse oder Gum- mikram, vielleicht ein paar Nüsse – und wo ist der Scheiß? Genau gegenüber vom Weinregal!“ Diana (Emily Cox) erzählt von dieser Episode in der Alkoholiker*innen- Selbsthilfegruppe in Berlin-Moabit. Jeden Dienstag kommt die gescheiterte Fashion- Bloggerin, die so gerne Influencerin wäre, hierher. Bewährungsauflage. Der Ex-Ten- nisprofi Jeff (Marc Hosemann), der sein Alkoholproblem so gut im Griff hat, dass er diese Selbsthilfegruppe leiten darf, ant- wortet ihr: „Denk an heute. Denk an die nächsten 24 Stunden. Nicht an zehn Jahre, an dein ganzes Leben. Hier und jetzt. Heute ist ein Tag.“ Das ist seine Einstel- lung, mit der er sich durchs Leben ohne Alkohol manövriert. Und die Rentnerin Lisbeth (Barbara Nüsse) findet: „Besser einen Schal gestrickt, als noch mal einen Korn gekippt.“ Die Figuren sind frei erfunden – Ähnlichkeiten beabsichtigt Die vierteilige Hörspielserie „Immer dienstags“ erzählt von den Problemen mit demAlkohol, aber auch von den charman- ten Eigenheiten der Menschen, die sich ihm stellen. Autorin Eva Lia Reinegger hat bei ihren Recherchen verschiedene Selbst- hilfegruppen besucht. Im Manuskript zu „Immer dienstags“ vermerkt sie, die Figuren seien frei erfunden, Ähnlichkei- ten indes beabsichtigt. Der Untertitel des Hörspiels „Typenstudie in einer Selbsthil- fegruppe“ klingt eher nachDokumentation als nach Fiktion. „Wir haben uns bemüht, den Text so nah wie möglich an die For- matgrenze zu schieben“, sagt Dramaturg Gerrit Booms. „‚Immer dienstags‘ ist ein fiktionales Hörspiel und soll so lebensnah wie möglich sein.“ Der religiös verwirrte Physiothera- peut Tomasz (Adrian Topol), Gerdi (Lars Rudolph), die schon Alkoholikerin war als sie noch Gerd hieß, und der Obdachlose Pütz (Winfried Glatzeder), der mal Archi- tekt war. Sie alle sprechen jedeWoche über ihre Beziehung zum Alkohol. Und dabei erfährt das Publikum immer mehr von ihrer persönlichenGeschichte undwie ihre Abhängigkeiten entstanden sind. „Dieses Hörspiel geht weder mit Betroffenheit noch mit Interesse an das Thema Alkoholabhängigkeit heran, son- dern fantasiereich mit lebensbejahendem Humor und Ironie“, sagt Gerrit Booms über „sein“ Hörspiel des Monats April. „Es ver- mittelt einen Eindruck, wie unterschied- lich man mit so einer Krankheit umgehen kann.“ kp „Besser einen Schal gestrickt, als noch mal einen Korn gekippt“, findet Rentnerin Lisbeth. In einer Selbsthilfe- gruppe hat jeder ein anderes Rezept, sich dem Thema Alkohol zu stellen. Immer dienstags Eine gescheiterte Fashion-Bloggerin, ein Ex-Tennisprofi, eine Rentnerin, ein Obdachloser und ein verwirrter Physiotherapeut treffen sich immer dienstags. Das Thema Alkohol bringt sie zusammen. „,Immer dienstags‘ ist ein fiktionales Hörspiel. Es soll so lebensnah wie möglich sein.“ Dramaturg Gerrit Booms Foto: privat WDR 3 MO-DO / 8., 9., 10., 11. April / 19:04 Immer dienstags Typenstudie in einer Selbsthilfegruppe Foto: picture-alliance/die KLEINERT.de

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