WDRprint Mai 2019

Es gibt eine Revolution, von der bislang nur wenige wissen. Sie könnte zum Beispiel bei Krebspa- tienten eine noch gezieltere, ganz individuelle Therapie ermögli- chen, exakt auf den jeweiligen medizinischen Fall zugeschnit- ten. Möglich macht das Big Data in der Medizin, also die Verar- beitung riesiger Datenmengen mit Hilfe künstlicher Intelligenz. Führt das zu einer besseren Medizin? Was jedoch passiert mit der Verfügungsgewalt der Patienten über ihre Daten? Der Journa- listMartinHubert stellt diese Entwicklung einer neuen Medizin vor und geht in der »Tiefenblick«-Reihe „Mein Körper, meine Daten“ der Frage nach, wie weit Big Data das Gesundheitswesen umwälzen kann. Ausgangspunkt für diese Entwicklung und HubertsRecherchensind immenseMengen anmedizinischen und gesundheitsrelevan- tenDaten, etwa ausmedizinischen Studien oder Arztpraxen. Start-ups bieten an, diese DatenmitHilfe künstlicher Intelligenz aus- zuwerten. „Dazu bekommen sie dann eine Gensequenz eines Patienten. Das Ergebnis ist eine exakte Behandlungsmethode sowie eineMedikamentierung für dessenKrank- heitsbild“, erklärtMartinHubert. Der Jour- ten, denn: „Wenn es um medizini- schen Fortschritt geht, sind damit häufig auch kulturelle und ethische Probleme verbunden.“ Im Uniklinikum Essen erlebte Hubert,wiedaserstedeutsche„smart hospital“ funktioniert. Im letzten Teil der Reihe geht es um die Frage, wie der Patient vom möglichst rei- bungslosenDatenflussprofitiertund gleichzeitig seine Datenautonomie behalten kann. Der Journalist diskutiert mit der Vorsitzenden des Europäischen Ethikra- tes Prof. Dr. ChristianeWoopen und Dr. Jens Baas, Vorstandsvorsitzender der Techniker Krankenkasse,diedieelektronischePatiente- nakteumgesetzthat.Hubert: „Hier entstehen Versuchungen. Ist es vertretbar, Versicherten einenBonus anzubieten,wennsie ihreDaten freigeben?Undwasistmitdenen,diedasnicht wollen?“ Katrin Pokahr nalist besuchte Unternehmen, die solche Auswertungssysteme entwickeln, sprach mit ihnen über den Konkurrenzkampf der Start-ups untereinander und wie sich noch mehr Daten gewinnen lassen. Er begleitete die Entwicklung eines Datenzwillings für Patienten am Computer, auf den in der Zukunft jeder Arzt Zugriff haben könnte. Im Deutschen Krebsforschungszentrum ließ Hubert sich einen Gensequenzierer erklären und erfuhr, was das Problem an den Ergebnissen der Start-ups ist. Besuch im „smart hospital“ MartinHubert istWissenschaftsjour- nalist. Interessante Fragestellungen liefern immerwieder die beidenSchwerpunkte sei- ner Arbeit, Kultur- und Naturwissenschaf- Fluch oder Segen? »Dok 5 – das Feature« beschäftigt sich mit einer Revolution, die unser Gesundheits- system erfassen könnte. WDR 5 »Tiefenblick« Mein Körper, meine Daten Teil 1: SO / 12. Mai / 08:05, WH 22:30 Teil 2: SO / 19. Mai / 08:05, WH 22:30 Teil 3: SO / 26. Mai / 08:05, WH 22:30 Teil 4: SO / 02. Juni / 08:05, WH 22:30 Big Data für eine bessere Medizin? mauritius images 27 Radio Feature 26 Panorama Aus dem Nähkästchen »Songpoeten – Das Talk Konzert«: WDR 4-Moderator und Musiker Purple Schulz hat sich mit seinem Redakteur Tom Petersen ein neues Live-Format ausgedacht, das er am8. Mai im kleinen Sendesaal des WDR in Köln erstmals präsentiert. „Das wird eine spannende, unterhaltsame und hochmusikali- scheRadiosendung, bei der dieKünstler zuWort kommenunddabei auchnoch jedeMengeSpaßhaben“, freut sichGastgeberSchulz. Inder ersten Sendung besucht ihn der prominente Kollege Gregor Meyle. Zwei alte Hasen, so das Konzept, bringen jeder einen New- comer, eine Newcomerin aus der deutschsprachigen Singer-Song- writer-Szene mit. „Die treffen quasi ungeprobt aufeinander“, so Schulz. Zur Premieremusiziert auf seine Einladung die christliche Liedermacherin Dania König, Meyle bringt den Straßenmusiker Mijomit. Und alle spielen in verschiedenenKombinationen zusam- menund beantworten imTalk-Teil Fragen aus einemNähkästchen, das auf der Bühne steht. Karten für den Abend verlost WDR 4 in seinen Sendungen am 1. Mai, im Radio hören Sie diese ganz besondere »Songpoeten«-Ausgabe am 21. Mai um 20 Uhr. ChG MausApp jetzt mit Hörspiel-Mediathek Mit aktuell über 1,9 Millionen Installationen erfreut sich die MausApp konstant steigender Beliebtheit. Die Treue der Nut- zer zahlt sich nun erneut aus. Zusätzlich zu den interaktiven Lern- und Spielmöglichkei- ten sowie den Videos von Lach- und Sachgeschichten wurde der App jetzt eine Hörspiel-Mediathek hinzugefügt, mit Inhalten des digitalen WDR-Kinderradiokanals KiRaKa. Dazu zählen unter anderem Produktionen wie „Jim Knopf und die Wilde 13“, „Peter Pan“ und „Die Irrfahrten des Odysseus“, Download-Funktion inklusive. Weitere journalistische Audio-Features sind nicht- fiktionale Sachgeschichten über die Entstehung von Allergien oder die letzten Tage des Steinkohlebergbaus. Alle Beiträge sind mit Altersangaben gekennzeichnet, sodass Eltern auf einen Blick sehen, ob die Sendung für ihr Kind geeignet ist. ml Kostenlos im Google Play Store, iTunes Store und im Amazon App Shop erhältlich. Die gut recherchierten, bildstarken, spannenden Dokumentationen und Reportagen des WDR auf einen Blick. Im neuen Doku-Kanal der WDR Mediathek sind alle Dokus zu finden, die der Sender unter Berücksichtigung von VerweildauernundVertragsrechtendigital zeigendarf. SpezielleRubrikenwie „Inves- tigatives & Politik“, „Kinder & Familie“, „Krankheit & Gesundheit“ oder „Liebe & Sex“ sorgen für Übersichtlichkeit. WDR- Fernsehdirektor Jörg Schönenborn: „Wir Hörspiele wie „Jim Knopf und die wilde 13“ und „Peter Pan“ sind jetzt in der Hörspiel-Mediathek der MausApp zu finden. Foto: WDR „Nowitzki – Der perfekte Wurf“, ein Dokumentarfilm von Sebastian Dehnhardt, ist jetzt auch im Netz zu sehen. Foto: WDR/Wilk Gastgeber Purple Schulz bringt alte Hasen und junge Songpoet*innen zusammen. Foto: WDR folgen unserem Publikum konsequent dahin, wo es uns sucht. Das ist gerade bei den unter 30-Jährigen immer seltener das lineare Fernsehenund immer häufiger das Fernsehen imNetz.“ CSh www.wdr.de/k/mediathek-dokus Dem Publikum ins Netz folgen

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