WDRprint Mai 2019

Illustration: von Zubinski 42 NEUL ICH IN ... * 20 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz, max. 60 Cent pro Anruf aus dem deutschen Mobilfunketz + 49 (0) 221 567 89 111 + 49 (0) 221 567 89 110 1live@wdr.de + 49 (0) 221 567 89 222 + 49 (0) 221 567 89 220 wdr2@wdr.de + 49 (0) 221 567 89 333 + 49 (0) 221 567 89 330 wdr3@wdr.de + 49 (0) 221 567 89 444 + 49 (0) 221 567 89 440 wdr4@wdr.de + 49 (0) 221 567 89 555 + 49 (0) 221 567 89 550 wdr5@wdr.de 0800 220 5555 0800 5678 234 kiraka@wdr.de + 49 (0) 221 567 89 777 + 49 (0) 221 567 89 770 cosmo@wdr.de + 49 (0) 221 567 89 999 Hotline Faxline Hotline Faxline Hörertelefon Faxline Hörertelefon Faxline Hotline Faxline Aktionshotline Anrufbeantworter (24 Stunden) Hotline Faxline Hotline Service-Hotline Das Erste Zuschauerredaktion Verkehrsinfo (Sprachserver) Radioprogramminformation Besucherservice Maus & Co. 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Redaktion: Maja Lendzian (Leitung), Redaktionsassistenz: Marita Berens, Susanne Enders Haus Forum, Raum 102 Appellhofplatz 1 50600 Köln Tel.: 0221-220 7144, Fax: 0221-220-7108, E-Mail: wdrprint@wdr.de Bildrecherche: Maria Lutze (Dokumenta- tion und Archive), Bild-Kommunikation Das Titelfoto von Annika Fußwinkel zeigt Ellen Ehni, die Chefredakteurin Fernsehen imWDR. Redaktionsbeirat: Anja Arp (Personalrat), Martina Ewringmann (Marketing), Markus Gerlach (Produktion&Technik), Christiane Hinz (Fernsehen), Ulrich Horstmann (Hör- funk), Jan Huber (Intendanz), Birgit Leh- mann (StudioDüsseldorf),Michael Libertus (Justiziariat), Uwe-Jens Lindner (phoenix), Andrea Schedel (HA Betriebsmanagement), Christina Schnelker (Direktion, Produktion und Technik), Carsten Schwecke (Verwal- tungsdirektion), Elke Thommessen (Perso- nalrat). 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Dann hängte er sein Fahrrad in die Eisenhalterung des Kastens, der noch mehr zu bieten hat: vorne ist Werkzeug deponiert, Schrau- benschlüssel und -dreher, befestigt an Schnüren. Flink zog der Radfahrer noch mal die Muttern am freischwebenden Vorderrad fest. Dann hängte er sein Fahrzeugwieder aus, verstaute dasWerk- zeug, und schon radelte er weiter entlang des Radweges amFluss. Pfiffige Unterstützung der Mobilität Diese Stationen, eine pfiffige Unterstützung der Mobilität, sind an vielenOrten der Stadt installiert. Sie können übrigens auch helfen, wenn Kinderwagen oder Rollstühle zuwenig Reifendruck haben. Für die bequemeren Zeitgenossen gibt es in Warschau außerdemE-Roller, die inzwischen fast an jeder Ecke stehen. Etwa anderthalbtausend solcher Roller fahren durch die Stadt, mehr als 50.000 Nutzer haben sich angemeldet. Auch in Breslau und Posen gibt es die flinken Roller schon. Wer damit fahren will, mietet das Gefährt per Handy-App, zahlt umgerechnet 50 Cent Grundpreis plus gut zehn Cent Gebühr pro Minute. Eigene Sta- tionen benötigen die E-Roller nicht; sie können überall geparkt und abgeholt werden. Nach dem Abstellen ein Foto machen, das Bild absenden – und fertig. So sehen die Vermieter, wo genau sich ihr Fahrzeug gerade befindet. Einige Fragen werden noch diskutiert: Wo und wie schnell kann man fahren? Wo dürfen die Roller nicht geparkt werden? Aber im großen Gan- zen sind sie als umweltscho- nende Fortbewegungsmittel schon klasse. Ich habe so einen E-Roller selbst ausprobiert. Die Dinger nehmen ganz schön Fahrt auf. Stau gleich Stau? Klar, dass in Warschau auch noch viele, viele Autos fahren. Großstadt eben. Das spüre ich am eigenen Leib, wenn ich mal wieder in einem der großen Staus feststecke. Stau gleich Stau? Einen feinen Unterschied zum Staustehen in Deutschland habe ich schnell erkannt: Während Sie in Köln und anderswo auch noch jedeMenge Abgase einatmen, wenn Sie hinter einemBus kle- ben, ist das inWarschau kein Thema. Zumindest, wenn Sie einen öffentlichen Bus vor sich haben, der komplett elektrisch fährt. Und davon gibt es inzwischen sehr viele. Abgasemissionen: null. Das gleicht ein wenig die Anzahl der Diesel-Pkw und SUV älterer Bauart aus, die jüngst auch aus Deutschland rüberkom- men, weil Dieselfahrzeuge und der hohe Spritverbrauch inzwischen verpönt sind in deutschen Städten. Für mich ist das die Verlagerung eines Problems in Rich- tung Osten, ohne das Ganze länderüber- greifend anzugehen. E-Mobilität könnte zukünftig helfen. Dochmit E-Rollern und E-Omnibussen in Polen ist es nicht getan: Der polnische Strom wird noch zu gro- ßen Teilen aus Kohle gewonnen. Und von einem Ausstieg, so wie er in Deutschland beschlossen wurde, ist dieses Land noch weit entfernt. Olaf Bock, Studioleiter Fernsehen im ARD- Studio Warschau Foto: WDR/Meiers

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