WDRprint Juni 2019

13 12 Medienmenschen Medienmenschen „Es freut mich nicht nur wahnsinnig, diesen Preis mit Harald Lesch teilen zu dürfen. Auch, dass dieses Jahr Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet wird, ist ein starkes Statement!“ SodieReaktionMai ThiNguyen-Kims auf die Nachricht, dass sie und Harald Lesch mit dem Hanns-Joachim-Friedrichs-Preis 2019 ausgezeichnet wer- den. Die Chemikerinmoderiert dieWDR-Wissenschafts- magazine »Quarks« und »PlanetWissen« undbetreibt den Youtube-Kanal »maiLab« bei funk, demContentnetzwerk der ARD und des ZDF für die junge Zielgruppe. „Ein Ausnahmetalent“, urteilt Intendant Tom Buhrow über die Preisträgerin. Ihr gelinge es, komplexe Themen verständlich, klug und mit Humor zu vermit- teln. „Ein öffentlich-rechtliches Gegenmodell zu den geschlossenen Weltbildern mancher Leugner seriöser Wissenschaftsmethodik“, so die Jury über die Arbeit Nguyen-Kims und Leschs. CSh „Wer wird sie je- mals vergessen kön- nen, die Bilder von der ISS mit der be- rühmtesten Maus Deutschlands und dem kleinen blauen Elefanten?“, fragte NRW-Ministerpräsi- dent Armin Laschet, als er dem Astronau- ten Alexander Gerst am 14. Mai den Landesverdienstorden verlieh. Ebenfalls unter den 19 Geehrten: Armin Maiwald und Christoph Biemann, Väter der Maus und des Elefanten. Regisseur Maiwald entwickelte 1971 mit WDR- Redakteur*innen für die »Sendung mit der Maus« die Lach- und Sachgeschichten. Biemann gehört seit Mitte der 70er Jahre zumTeam, seit 1983 auch vor der Kamera. Den beiden gelinge es „in beeindruckender Weise, in informativen, interessanten und kindgerechten Beiträ- gen jungenMenschen grundlegende Lebenssachverhalte nahezubringen“, so Laschet. CSh Sendung mit der Maus , Das Erste, So 9:30-10:00, KiKA, So 11:30-12:00 und jederzeit online in der Maus- App, unter www.die-maus.de sowie in der Mediathek Zu einer perfekten Talkrunde gehören für Betti na Böttinger vor allemunterschiedliche Persön- lichk eiten und eine Atmosphäre des gegenseitigen Inter esses sowie „ab und zu ein Satz, der hängen bleib t, weil er nachdenkenswert ist“. Der Erfolg gibt d er Moderatorin des »Kölner Treffs« Recht: Am 17. Mai feierte sie ihre 500. Sendung. Ab Herbst wird sie zudem im Ersten zu sehen sein. Mit anderen Talkshows der Dritten Programme wird der »Kölner Treff« amDienstagabend nach den »Tagesthemen« unter dem gemeinsamen Label »Talk am Diens- tag« ausgestrahlt. Die neue Reihe zeichne sich dadurch aus, dass alle Sendungen „mit einem hohen journa- listischen Anspruch, einer heiteren Grund- stimmung und überra- schenden Situationen ebenso zur Unterhal- tung wie zumMitden- ken einladen“, erklärt ARD-Programmdirek- tor Volker Herres. CSh Kölner Treff , WDR Fernsehen, Fr 22:00-23:30 Deutschland 1973. Krupp, eines der größten deutschen Industrieunter- nehmen, kämpft ums Überleben, und Manager Berthold Beitz (Sven-Eric Bechtolf) will es retten. Er weiß: Das wichtigste Kapital des Unternehmens ist sein guter Name. Deshalb entscheidet er sich zu einem ungewöhnli- chen Schritt. Er beauftragt den Historiker GoloMann (Edgar Selge), ein Buch über die einstige „Waffenschmiede der Nation“ zu schreiben. Die Dreharbeiten zum WDR- Fernsehfilm „Berthold Beitz – Ein unru- higes Leben“ für Das Erste haben im Mai in Köln begonnen. Das fiktionale Porträt erzählt in einer eindringlichen Nahauf- nahme von einem der prägendsten Men- schendeutscherNachkriegsgeschichte. CSh Bundespräsident Frank-Walter Stein- meier nutzte seinen turnusmäßigen Auf- enthalt in der Villa Hammerschmidt, sei- nem Bonner Amtssitz, für einen Besuch bei wdrforyou und phoenix. Am 15. Mai beant- wortete er auf Einladung der Online-Platt- formwdrforyou geflüchteten Schüler*innen Fragen, wie: Wozu eine Ausbildung, wenn man in Deutschland nur geduldet ist? Wel- che Chancen hat man dann, eine Arbeit zu finden und bleiben zu dürfen? Wie kann jemand ohne Familie von 600 Euro Aus- bildungsvergütung leben? (siehe das Video www.wdr.de/k/yt-wdrforyou) Am selben Tag diskutierte der Bun- despräsident mit phoenix-Journalist*innen aktuelle Fragen. Steinmeier würdigte dabei den außerordentlich wichtigen Beitrag der Medien für den Zusammenhalt der Gesell- schaft und zur politischen Meinungsbil- dung, ein zentrales Thema seiner Amts- zeit. Mit Bürger*innen im ganzen Land ins Gespräch zu kommen, bezeichnete er dabei als ein wichtiges Element. CSh Orden für M aus-Macher Ausgezeichnete Wissenschaft Talk am Dienstag: Bö ttinger ins Erste Cristian Măcelaru stellt sich vor Ein unruhiges Leben Bundespräsident würdigt Beitrag der Medien Glückliche Preiträgerin Mai Thi Nguyen- Kim Foto: WDR Väter der Maus mit Landesvater: Christoph Biemann, Armin Laschet, Armin Maiwald Foto: action press Der desi- gnierte Chefdirigent des WDR Sin- fonieorches- ters Cristian Măcelaru Foto: WDR Edgar Selge, Dror Zahavi (Regie), Sven-Eric Bechtolf Foto: WDR/Ennenbach Talkt bald im WDR und im Ersten: Bettina Böttinger Foto: WDR/Grande Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Begleitung seiner Frau Elke Büdenbender bei phoenix Foto: phoenix Cristian Măcelaru, designierter Chefdirigent des WDR Sinfonieorchesters, stellte sichMitteMai imKölner Funkhaus der Presse und seinem Publikum vor, nachdem er mit den Musiker*innen amProgramm für ein Konzert bei den Dresde- ner Musikfestspielen gearbeitet hatte. Dabei verriet der 39-Jäh- rige, der im September die Nachfolge von Jukka-Pekka Saraste antritt, dass er vonPhiladelphia andenRhein ziehenwird. „Das Wichtige an meinem Job ist es, demOrchester zu helfen, seine Identität zu finden. Und dafür muss man vor Ort sein, um zu verstehen, wowir uns befinden“, sagteMăcelaru. Zur Freude des Auditoriums beantwortete er nicht nur die Fragen vonWDR 3- Moderator Nicolas Tribes, sondern griff auch zur Geige. Dass sichderNeue alsDienstleister des Publikums versteht, demons- trierte er imAnschluss: Gut gelaunt mischte sichMăcelaru im Foyer unter die Anwesenden undwar für jedes Gespräch offen. Jörg Sädler

RkJQdWJsaXNoZXIy NTQ3NzI=