WDRprint März 2018

Wieso fällt Euch eigentlich stets etwas Neues ein, woher bezieht Ihr Eure Inspirationen, ist Euch beim Dreh mal richtig was danebenge- gangen, welche Sendungen haben die Zuschauer am meisten interes- siert, was essen und kochen Mar- tina und Moritz selbst am liebsten? Viele Fragen, die nun in der einstün- digen Jubiläums-Sondersendung beantwortet werden. Das Team: wie eine Familie Denn bei allem, was Martina und Moritz und ihre Gäste heute tun, sind die Kameras dabei. Und wenn die beiden ihre Zuschauer aus dem imposanten Speisesaal ihres 1896 errichtetenHauses – es war einst das Sommerhaus von Moritz’ Urgroßvater – begrüßen und sich im Kaminzimmer an ein Linsengericht erinnern, das sie vor annähernd 30 Jahren dort servierten, kom- men auch bei somanchemaus demProduk- tionsteam Erinnerungen auf. Denn einige waren damals schon dabei. Editor Rupert Schmidbauer, KameramannAxel Frankund ProduzentArno Imhoffetwa, dessenTochter SaraheuteRegieundSchnitt für »Kochenmit Martina undMoritz«macht. AuchMasken- bildnerin Beate Hentschel ist seit 25 Jahren im Team. Sie alle arbeiten zusammen wie eine große Familie, und entsprechend ent- spannt geht es am Set zu. 362 Sendungen hat es bis heute gege- ben – die neu zusammengestellten Folgen nichtmitgezählt – 3654GerichtehabenMar- tina undMoritz für ihre Zuschauer gekocht. Mit 8,5 Prozent liegen die Marktanteile von »Kochen mit Martina und Moritz« 2017 gut über dem WDR-Jahresdurchschnitt von 6,5 Prozent. In der Eroberungsziel- gruppe von 35 bis 55 Jahren erreicht die Sendung einen Schnitt von 4,4 Prozent. Und die Zuschauer schreibenBriefe:Nicht nur ausNRW, nichtnur ausganzDeutschland, nicht nur aus ganz Europa – nein, auch aus Brasilien und China. „Ihre Koch- sendung ist in unserer Familie ein Muss und mittlerweile interessieren sich sogar unsere 15-jährigen Söhne für das eine oder andere Rezept“, heißt es da etwa. Aus dem chinesischen Shenyang vermeldet ein Hoteldirektor, dass er seinen Gästen in einemzumHotel gehörendendeutschenRes- taurant zumBrot nunLeberwurst nachdem Rezept vonMartina undMoritz auftischt. Wasmacht die Sendung so erfolgreich? „Martina undMoritz stehen für alltagstaug- licheKüche zumNachkochenundohneChi- chi, und die Sendungwird zur richtigenZeit amrichtigenProgrammplatz gesendet“, sagt Klaus Brock, Redakteur in der Programm- gruppe Service und Verbraucherfragen und damit auch zuständig für »KochenmitMar- tina und Moritz«. Ein weiterer Zuschauer formulierte das so: „Ihr seid keine Sterne- schauköche, keine Fusion-Experten, keine Schickimicki-Fanatiker, Ihr macht einfach nur leckeren, ursprünglichen, traditionellen geilen Scheiß.“ Schickimickifreie Küche Die Leber ist fertig, in der „neuen“ Kücheduftet esverlockend.DieGeburts- tagsgesellschaft setzt sich an den lie- bevoll eingedeckten Tisch, isst, trinkt und plaudert, als wäre man unter sich. Dietmar Bär verdreht die Augen: „Boah, ist das eine Leber!“ Gleich wird er noch einezweiteVariante seinesLeibgerichtes probierendürfen: klassischgebratenundvon asiatischemKartoffelsalat begleitet. „EinTag ohne Kartoffelsalat ist ein verlorener Tag“, sagtMoritzmit Inbrunst undwitzelt: „Unser nächstesBuchkönnteheißen: ,Meine 10000 liebsten Kartoffelsalate̒.“ Hauswirtschafts- expertinYvonneWillicks spricht denbeiden ihre Bewunderung aus: „Ich finde es so toll, dass bei euch nie etwas übrig bleibt“, sagt sie später. „Tja, bei uns wird alles verwertet, sogar die Gemüseschalen verwenden wir ja für unsere Brühen.“ „Nachhaltigkeit seit 30 Jahren“, stellt YvonneWillicks fest. Annähernd zwölf Stunden Dreh sind jetzt vorüber, 60Minuten davonwerden am 24. März imWDR Fernsehen zu sehen sein. Also auf zum letzten Take. Martina, Moritz und ihreGäste räumendasGeschirr ab,Mar- tinamacht einwenigOrdnung inderKüche, stellt Teller und Gläser für das Teambereit – der eineoder anderenascht aucheinePortion Leber – schmeißtmal ebendieSpülmaschine an und macht sich dann daran, gemeinsam mit YvonneWillicks deren Lieblingsdessert vorzubereiten: Crêpes Suzette. Noch einmal gehen die Kameras an. Plöpp – die Korken knallen. „Womit – wenn nicht mit Champa- gner – sollte man einen solchen Geburtstag feiern?“, fragt Moritz in die Runde. Gäste und Gastgeber stoßen an, Martina und Moritz bedanken sich beim Team und den treuen Zuschauern. Denis Scheck, der der Hausherrin einen üppigen Blu- menstrauß überreicht, spricht allen Beteiligten aus der Seele: „Wir freuen uns schon auf den 50. Geburtstag Eurer Sendung.“ Jener Zuschauer, derMartina undMoritz’ Kochkunst als „traditionel- lengeilenScheiß“bezeichnete, sagt es so: „Macht weiter so und denkt niemals an den Ruhestand!“ „Meine Frau und ich lassen uns jeden Samstag von Martina und Moritz inspirieren.“ Dietmar Bär „Toll, dass bei Euch nie etwas übrig bleibt. Das ist Nachhaltigkeit seit 30 Jahren.“ Yvonne Willicks Die fröhliche- Küchenparty- Runde, umrahmt vom gesamten Team. Seit vielen Jahren dabei: Editor Rupert Schmidbauer (r. neben Martina), Kameramann Axel Frank, Prodzent Arno Imhoff und Maskenbildnerin Beate Hentschel. (obere Reihe, v. r.). In der Mitte: Regisseurin Sara Imhoff (5. v. r.). Mitfeiern durfte auch Pünktchen, Haus- und Hof- hund von Martina und Moritz. Kenner unter sich: Moritz und Dietmar Bär in Moritz’ Weinkeller. Martina zeigt Yvonne Willicks den Schmuck, den sie stets in der Sendung trägt. Die Kettenanhänger u. a.: Chili, Zitronen, Gummibärchen. Auch eine Kette mit Weißwurst und Brezeln ist dabei. Martina und Moritz im Kaminzimmer ihres Ende des 19. Jahrhunderts erbauten Hauses. In den ersten Sendungen bewirteten sie auch hier ihre Gäste. Küchenparty mit Martina und Moritz – 30. Geburtstag WDR FERNSEHEN SA / 24. März / 17:45 19 18 Kochen Kochen

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