WDRprint April 2019

11 10 Serien für den Westen Serien für den Westen als bei »Meuchelbeck« setzt die Redaktion auch in der zweiten Staffel von »Phoenixsee« ab 29. April weiter auf die horizontale fortlaufende Erzählweise. Es ist viel passiert in Dortmund. Ein Jahr ist vergangen, Birger und Katharina Hansmann (Stephan Kampwirth, Nike Fuhrmann) haben sich getrennt, den Neu- raths (Anna Stieblich und Felix Vörtler) wurde die Wohnung gekündigt. Geschrieben hat die Drehbücher wieder Michael Gantenberg, Regie führte erneut Bettina Woernte. Skurrile Kriminalfälle in Meuchelbeck Als „leichte Krimiunterhaltung“ beschreibt Redakteur Götz Schmedes die DNA der Serie »Meuchelbeck«, deren zweite Staf- fel ab 20. Mai gezeigt wird. Erzählt werden skurrile Kriminal- fälle aus der niederrheinischen Provinz, in der sich jede Menge GeheimnisseundSonderbarkeitenverbergen. Genaudiepassende Umgebung für die Polizistin Frauke Vierboom (Anna Böger), die zwar nicht immer ganz gesetzestreu, dafür aber mit viel Herz und Nachsicht für Gerechtigkeit sorgt. Retter in der Not ist oft- mals Markus (Holger Stockhaus), ihre große, aber unerwiderte Liebe. Nach 20 Jahren ist er in seineHeimat zurückgekehrt. Sein früherer Freund Oliver (Christian Hockenbrink) war zwischen- zeitlich mit Markus‘ Jugendliebe Julia (2. Staffel: Nadja Becker) verheiratet. Verborgene Sehnsüchte und gepflegte Lebenslügen sorgen für eine explosiveMischung – auch in der zweiten Staffel. Die ist aber im Gegensatz zur ersten Staffel nun in klassischer Episodenformproduziert worden. „Wir haben sehr viel positiven Zuspruch erhalten“, sagt Götz Schmedes. „Doch in episodischen Folgen könnenwir pointierter erzählen.“ Die Fälle beginnen und enden eher klassisch, somit können die Zuschauer nun auch spä- ter in die Reihe einsteigen. Undwer einenVorgeschmack bekom- menmöchte, für denwird die erste Staffel inDoppelfolgen am5., 12. und 19. Mai wiederholt. „Die Zuschauer werden die Figuren sofort wiedererkennen, bestimmten Situationen auch wieder begegnen“, verspricht Götz Schmedes. Und doch taucht mit dem suspendierten LKA-BeamtenDennis Preck, gespielt vonAndreas Helgi Schmid, plötzlich ein neues Gesicht in Meuchelbeck auf, das für reichlichUnruhe sorgt. „Vieles ist nah ander Realität, aber immer zugespitzt“, erklärt Götz Schmedes die kleinen Welten von Meuchelbeck. Online first in der WDR Mediathek Online first ist das Motto bei allen drei Serien: Jeweils zwei Wochen vor der Ausstrahlung sind die Folgen in derWDR Mediathek verfügbar, auf Facebook gibt es sendebegleitend Posts. „In der Heimspiel-Reihe erzählen wir Geschichten aus unserer Heimat“, fasst Götz Schmedes zusammen. Für Elke Kimmlinger hat das Thema Heimat gerade Hochkonjunk- tur. „In den momentan eher unübersichtlichen Zeiten besitzt das Heimatgefühl einen wichtigen Stellenwert.“ Auch in der Schnitzel-Serie dreht sich alles um Leute, Sprache und Orte in der Region, wie Götz Bolten betont. Übrigens geht es nach dem Dreierpackmit einerWiederholung der »Rentnercops« auf dem Sendeplatz montags um 20.15 Uhr weiter. Freuen wir uns also auf eine geballte Ladung Heimat. Christian Schyma „Heimspiel“ ist einbekannter Begriffaus demSport. DieMann- schaft tritt amHeimatort an, dasPublikumstammtmehrheitlichaus demdirektenUmfeldunddrückt demeigenenTeamdieDaumen. So gesehen ist »Heimspiel – Serien für den Westen« imWDR Fernse- hen eine Reihe für die Region und die Menschen in der Region. Die Zuschauer können sich ab 1. April auf einen kompakten 18er-Block amüsanter, spannender und ergreifenderGeschichten aus ihrerHei- mat freuen. Jeweils sechsEpisodenvon»OhneSchnitzel geht esnicht« sowie die zweite Staffel von »Phoenixsee« und »Meuchelbeck« gibt es dannmontags ab 20.15Uhr alsDoppelfolgen imWDRFernsehen. „Wir bündeln die Serien unter demAspekt, dass sie imWes- ten verortet sind“, sagt Jan Imhülsen von der Programmplanung. „Meuchelbeck ist ein fiktiver Ort am Niederrhein, die beiden anderen Serien spielen in Dortmund.“ Ohne Schnitzel geht es nicht! Den Heimspiel-Auftakt macht »Ohne Schnitzel geht es nicht«, in der die beiden FreundeWolfgang Krettek und Günther Kuballa gemeinsamdenWeg aus der Arbeitslosigkeit suchen. Das Sozialdrama umeineMännerfreundschaft mit Armin Rohde und Ludger Pistor in den Hauptrollen hat die Zuschauer schon zuvor in den drei Fernsehfilmen begeistert. „Die Geschichten haben immer auch etwasMärchenhaftes“, findet Redakteur Götz Bolten. „Es passiert stets ein kleines Wunder.“ (Siehe auch Reportage und Interview auf den folgenden Seiten). Es ist viel passiert am Phoenixsee Gleich zwei Lebenswelten treffen am Phoenixsee in Dort- mund aufeinander: Familie Neurath lebt seit mehreren Generati- onen im Arbeiterviertel Hörde, während Familie Hansmann aus Düsseldorf in eine der schicken Villen direkt am See gezogen ist. „Erzählt wird dieGeschichte zweier Familien, die die Veränderung des Ruhrgebiets am eigenen Leib erfahren“, beschreibt Redak- teurin Elke Kimmlinger das WDR-Sozialdrama »Phoenixsee«. „Das Thema Gentrifizierung ist gerade in vielen Städten hoch- aktuell.“ Und auch hier ist die Nähe zur Realität immer greifbar, wenngleich die Konflikte bisweilen stark zugespitzt sind. Anders Die TV-Serien, die in NRW spie- len, haben imWDR Fernsehen einen festen Sendeplatz. Unter dem Titel »Heimspiel – Serien für den Westen« setzt der WDR »Phoenixsee«, »Meuchelbeck« und die Schnitzel-Trilogie ab April mit neuen Episoden fort. Ein neuer Fall für Frauke (Anna Böger, r.): Tierarzt Dr. Geerkens (Hubertus Hartmann) stellt den Tod von Horst Proepper (Peter Harting) fest. Foto: WDR/Menke Die Neuraths (Anna Stieblich und Felix Vörtler) haben Sorgen: Ihnen wurde die Wohnung gekündigt. Foto: WDR/Dicks

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